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Konjunkturprognosen bleiben positiv

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Die deutsche Konjunktur steigt und auch die Prognose für das kommende Jahr wird von den Forschern zweier Wirtschaftsforschungsinstitute übereinstimmend positiv bewertet, wie ein Vergleich beider Ergebnisse zeigt. Uneinigkeit herrscht jedoch über Stärke und Rolle des Exports.

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sieht in praktisch allen Bereichen eine positive Entwicklung und zwar sowohl was die Höhe des Bruttoinlandsprodukts, als auch die Zahl der Arbeitslosen angeht. Während ersteres nach Einschätzung der IMK steigen wird, sehen sie ein sinken der Erwerbslosenrate kommen.

Die angehobene Wachstumsprognose der IMK stellt sich wie folgt dar: Das Bruttoinlandsprodukt diesen Jahres (BIP 2010) werde um insgesamt 3,5 prozent steigen, für das kommende Jahr (BIP 2011) gehen die Forscher von einer Steigerung um 1,9% Prozent aus. Damit liegt vor allem die Prognose für 2010 deutlich höher als bisher. Ursprünglich war lediglich ein Wachstum von 2,0 bzw 1,5 Prozent prognostiziert worden.

Auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit ist nach Ansicht des IMK möglich. Noch in diesem Jahr soll die Zahl auf rund 3,2 Millionen Arbeitslose sinken, für 2011 werden rund 2,9 Millionen Erwerbslose erwartet.

Auch das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) korrigiert seine Prognosen nach oben. Mit seiner Einschätzung eines steigenden Bruttoinlandsprodukts um 3,25 Prozent, sind die Forscher des IW ähnlich optimistisch wie ihre Kollegen, liegt der jetzt anvisierte Wert deutlich höher als die Einschätzung vom Mai, in der lediglich 1,75 Prozent prognostiziert worden waren. Zahlen zum Bruttoninlandsprodukt des kommenden Jahres (BIP 2011) werden jedoch vorsichtiger gehandhabt, das IW geht hier von einer seit Mai unverändert eingeschätzten Steigerung von rund 2 Prozent aus.

Die große Differenz beider vorläufigen Ergebnisse liegt in der Einschätzung des Exports. Während das IMK eher eine Dämpfung prognostiziert und ein gewisses Maß an Stagnation voraussagt, sieht das IW auch hier eine positive Exportentwicklung vorherrschen.