Start Aktuelles 5776 statt 2015: Israel feiert Neujahr

5776 statt 2015: Israel feiert Neujahr

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Artikelbild - Jüdisches Neujahr 5777: Schofar-Blasen zu Rosch HaSchana (Foto: Jacob Kirsch, cc-by)
Jüdisches Neujahr 5776: Schofar-Blasen zu Rosch HaSchana (Foto: Jacob Kirsch, cc-by)

In diesem Jahr feiern jüdische Familien in aller Welt ab 14. September Rosch HaSchana, das jüdische Neujahrsfest. Während wir im christlichen Abendland noch drei Monate auf den Jahreswechsel warten müssen, wird in der jüdischen Welt das Jahr 5776 eingeläutet.

Rosch HaSchana wird zwei Tage lang besonders ernst und feierlich begangen.

Vor Beginn des Neuen Jahres ist es jedoch angebracht, sich von alten Dingen zu trennen. So werden in Jerusalem Gebetszettelchen, die in die Ritzen der Klagemauer gesteckt wurden, in großen Säcken gesammelt und auf dem Ölberg begraben. Nach jüdischer Tradition ist es verboten geschriebene Bitten und Gebete zu zerstören, oder gar zu verbrennen.

Wunsch nach Frieden zu Neujahr

Nach dem Wunsch aller Juden sollte Rosch HaSchana, das erste der drei Hohen Feiertage, friedlich begangen werden.

Leider muss auch wie in den vergangenen Jahren, die Polizeipräsenz, anlässlich des nahenden Festes, auf dem Tempelberg erhöht werden, da seit einigen Wochen palästinensische Jugendliche Besucher und Sicherheitskräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern attackieren und wüste Beschimpfungen ausstoßen.

Feierlichkeiten zu Neujahr

Traditionell nach Sonnenuntergang werden Feiertagskerzen angezündet. Es ist auch die Zeit des Schofar-Blasens. Das Anblasen des ausgehöhlten Widderhorns gilt als Aufforderung, sich an moralische Pflichten zu erinnern.

Rosch HaSchana ist eine Gelegenheit, über das vergangene Jahr zu reflektieren. Altes hinter sich zu lassen und im Neuen Jahr alles besser zu machen.

Besonders feierlich ist der Neujahrsgottesdienst in der Synagoge. Das Gewand des Kantors, als auch die Decke auf dem Pult und der Vorhang vor dem Torah-Schrank sind in weiß gehalten und schaffen eine erhabene Stimmung.

Freudiger Blick auf das kommende Jahr

Natürlich soll das Neue Jahr aber auch besonders süß und gut werden. Aus diesem Grund werden beim gemeinsamen Essen in den Familien süße Speisen, in Honig getauchte Apfelstücke, Honigkuchen und süßer Wein angeboten.

Das sonst übliche längliche Weißbrot wird zu Rosch HaSchana in runder Form geflochten, als Symbol für den Kreislauf des Neuen Jahres, das hoffentlich „rund laufen“ wird.

Die Spreadnews-Redaktion wünscht Schana Tova 5776 Israel!

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