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Airbus-Checks nach Triebwerkschaden


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Nachdem am gestrigen Donnerstag ein A380 aufgrund eines Triebwerkschadens notlanden musste, ordnet das Unternehmen nun an, bei A380-Flugzeugen mit Rolls-Royce-Triebwerken Sonderinspektionen vorzunehmen. Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt.

Am Morgen des 4. November musste ein Riesen-Airbus A380 der australischen Fluglinie Qantas mit 433 Passagieren und 26 Besatzungsmitgliedern an Bord bereits kurz nach dem Start aufgrund einer Explosion in der Luft zum Flughafen Singapur zurückkehren und notlanden. Verletzt wurde bei diesem Vorfall niemand.

Fluggesellschaften können beim A380 zwischen zwei Triebwerkherstellern wählen: Entweder ist Rolls-Royce oder die Engine Alliance, ein Joint Venture von Pratt Whitney und General Electric, für diese Flugzeugteile zuständig. Während sich Lufthansa, Singapore Airlines und Qantas für das Rolls-Royce-Triebwerk entschieden haben, setzen Emirates und Air France auf das Konkurrenzprodukt.

Das Triebwerk des betroffenen Jumbos war laut Augenzeugenberichten stark beschädigt: Teile fehlten und der Flügel wurde beschädigt. Da dieses Triebwerk aus der Rolls-Royce-Schmiede stammt, sind nun die zusätzlichen Inspektionen bei den A380 dieses Modells angeordnet. Bei den A380, die mit Triebwerken der Engine Alliance ausgestattet sind, sind laut Airbus Aussage keine zusätzlichen Inspektionen erforderlich.

Als sofortige Reaktion ließ Qantas vorerst ihre gesamte A380-Flotte – bestehend aus insgesamt sechs A380 – am Boden, um die Triebwerke zu überprüfen. Die Inspektion der Triebwerke werde voraussichtlich binnen 48 Stunden abgeschlossen, der A380 schon bald wieder in Betrieb sein. Nach ersten Angaben, ist  der Defekt wahrscheinlich auf einen Materialfehler oder einen Fehler beim Design des Triebwerks zurückzuführen.

Auch Lufthansa und Singapore Airlines reagierten. Am Donnerstag wurden die A380 Flüge beider Airlines ausgesetzt, um nach Anweisung von Airbus und dem Triebwerkshersteller Rolls-Royce die Triebwerke vorsorglich überprüfen zu können. Mittlerweile sei der Flugverkehr wieder normal im Betrieb.

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