Start Aktuelles AKW Fukushima: Strahlung in Japan steigt weiter an

AKW Fukushima: Strahlung in Japan steigt weiter an

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Die jüngste Explosion in Reaktor zwei des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi hat nun auch offiziellen Angaben zu Folge größere Mengen Radioaktivität freigesetzt, vermutlich wurde, anders als bei den Wasserstoffexplosionen zuvor, die Reaktorhülle beschädigt, so dass nun vermehrt Radioaktivität austritt.

Aufgrund der Windrichtung ist nun auch in Tokyo bereits eine radioaktive Belastung feststellbar, diese ist jedoch nach offiziellen Verlautbarungen noch nicht gesundheitsschädlich. Dennoch versuchen viele Menschen bereits jetzt und ungeachtet der zerstörten Infrastruktur, aus Tokyo in andere Regionen Japans zu fliehen

15;36 die IAEA schließt nicht aus, dass bei der Explosion am Freitag die Stabilität des Sicherheitsbehälters beinträchtigt wurde, man habe Sorge, dass schwerwiegendere radioaktive Lecks entstehen könnten

15:35 Neuere Berichte legen nahe das es sich bei dem aus zwei Regionen der Hauptinsel Honshu gemeldeten Nachbeben um zwei unmittelbarer aufeinander folgende Einzelbeben gehandelt habe.

15:20 Weitere Strahlentests positiv: Die US Navy gibt an, weiteres Personal sei positiv auf niedrige Werte von Strahlung getestet worden, dennoch gingen die Hilfsaktionen weiter.

14:55 Leichte Strahlung auf US-Basis: Das US-Militär meldet leichte Strahlung auf ihrer Militärbasis in Yokosuka und rät Angestellten und ihren Familien dort und auf der Basis in Atsugi dazu, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

14:34 Starkes Erdbeben über 6,0 erschüttert die Kantō-Region um Tokyo und die übrigen Präfekturen der Region wie Ibaraki, Kanagawa und Chiba. Eine Erdbebenmeldung gibt es auch aus der Provinz Shizuoka in der Tokai-Region

14:20 Verhaltenshinweise bei steigender Strahlung: Während Experten eine gänzliche Evakuierung von Tokyo aus logistischen Gründen als unmöglich bewerten, gibt der Fernsehsender NHK Verhaltenshinweise. Er rät dazu, in festen Gebäuden zu bleiben und bei Aufenthalt im Freien neben geschlossener Kleidung die alle Hautpartien bedeckt, ein feuchtes Tuch als Mundschutz zu nutzen.

14:18 Problem mit der Wasserkühlung: Dem Betreiber TEPCO ist es anscheinend nicht möglich, den Behälter von Reaktor 4 mit Wasser aufzufüllen, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

13:40 Japan kündigte an, neben dem Zonensystem in Tokyo und den Einschränkungen in anderen Gebieten ab Mittwoch nun auch im Nordosten des Landes die Elektrizität zu rationieren. Die Stromsparmaßnahmen sollen anders als in Tokyo auch über den April hinaus andauern.

13:24 Deutsche Unternehmen veranlassen Flucht: Verschiedene deutsche Unternehmen, darunter Daimler und Bosch, ziehen Mitarbeiter aus Japan an,  SAP hatte bereits zuvor angeordnet, das Persol solle sich im Süden japans in sicherheit bringen.

13:22 Das Ministerium für Bildung erklärte, die Erhöhung der Strahlenbelastung in Tokyo und der Präfektur Tochigi sei „innerhalb des üblichen“. Während der Atomtests in China sei die Strahlung stärker gewesen.

13:20 Rückzug deutscher TV-Korrespondenten: Nachdem die Lufthansa Flüge nach Tokyo gestrichen hatte, verlassen neben anderen ausländischen Journalisten auch deutsche TV-Korrespondenten Tokyo – das bestätigten ZDF, NDR und die RTL Mediengruppe. Lediglich ARD-Journalist Robert Hetkämper wird mit einem kleinen Team vorerst vor Ort bleiben.

13:11 Kein Risiko in Europa Ausgehend von der jetzigen Situation in Japan bestehen keinerlei Gesundheitsgefahren in Europa, erklärte die EU-Kommission, verwies jedoch auf die sich beständig ändernde Situation vor Ort.

12:57 Strahlungsanstieg in AKW Die Strahlung ist nun auch im Kontrollzentrum von Fukushima so hoch, dass TEPCO auch Teile des Notpersonals abzieht.

12:41 Die französische Sicherheitsbehörde erklärte, man bewerte den Fukushima-Zwischenfall als einen Fall der Stufe Sechs auf der siebenstufigen, internationalen Bewertungsskala (INES). Die Löcher in der Wand von Reaktor 4, der wahrscheinliche Bruch der Reaktorschutzhülle in Reaktor 2 und die drohende Kernschmelze in den übrigen Reaktoren rechtfertigten diese Beurteilung. hieß es.

12:20 Hitzeproblem in Reaktoren: Nach wie vor scheint es Hitzeprobleme bei den verbliebenen Reaktoren 5 und 6 zu geben, genaueres ist noch nicht bekannt.

12:08 Offenbar bitten US-Truppen um Erlaubnis den Flughafen Yamagata benutzen zu dürfen um so schneller Hilfe leisten zu können.

12:07 Kritik an TEPCO: Premierminister Naoto Kan kritisierte die Informationspolitik des Betreibers TEPCO. Zwar sei im Fernsehen eine Explosion gemeldet worden, allerdings habe man das Büro des Premierministers erst nach etwa einer Stunde über die Lage informiert.

11:42: Schweres Nachbeben: Vor der japanischen Ostküste hat sich auf Höhe der vom Reaktorvorfall betroffenen Präfektur Fukushima ein weiteres, schweres Nachbeben  ereignet, das mit einer Stärke von 6,3 beziffert wird.

11:22 Suche nach Überlebenden fortgesetzt: Ein Sprecher des Internationalen Roten Kreuzes sagte, trotz der geringen Chancen noch überlebende zu finden, arbeite man im Nordosten der Hauptinsel weiter.

11:12 Günstige Wetterprognose: Der UN-Wetterdienst meldet günstige Bedingungen für Tokyo. Demnach soll ein Teil des radioaktiven Staubs auf den Pazifik hinausgeweht werden.

11:05 Kühlwasser in Reaktor 4 erhitzt: Möglicherweise ist im Reaktor 4 das Kühlwasser dabei sich zunehmend zu erhitzen, das bestätigte ein Sicherheitsexperte. Es soll sich um die Kühlung für abgebrannte Brennelemente handeln.

11:00 Erhöhtes Risiko für Tokyo durch Wind: Ein von Norden kommende Wind würde das Risiko erhöhen, dass vermehrt radioaktive Partikel nach Tokyo gelangen

10:35 Löcher in Reaktorblock: Offenbar gibt es Löcher in der Wand des Reaktors Nummer 4 von Fukishima Daiichi. Es soll sich um zwei 8qm große Öffnungen handeln

Totenzahlen: Die bestätigte Zahl der Toten liegt nun bei 6000, es werden jedoch weiterhin über 10 000 Menschen vermisst, nach dem Engpass an Leichensäcken am gestrigen Tag, steigt die Zahl der roten Fähnchen in den Trümmern, die einen Leichenfundort markieren.