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Alkohol zu Neujahr – Zwischen Spaß und Suff

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Wieder steht ein Jahreswechsel an, Rettungsdienst und Notaufnahmen der Krankenhäuser haben wie jedes Jahr in dieser Nacht besonders viel zu tun.

Neben der großen Zahl an Verletzungen die durch unsachgemäße Handhabung von Feuerwerkskörpern entstehen, ist es vor allem die jährlich steigende Zahl an Alkoholvergiftungen, mit denen sich die Rettungskräfte konfrontiert sehen.

Besonders die große Zahl an Jugendlichen die beim so genannten „Komasaufen“ große Mengen an Alkohol zu sich nehmen und teilweise bis zur Bewusstlosigkeit trinken, beunruhigt mittlerweile nicht mehr nur die Ärzteschaft, auch Politiker sehen nun die gesundheitlichen Gefahren des Alkoholmissbrauchs von Jugendlichen.

Anders als oft vermutet, hat das exzessive Trinken nicht nur langfristige Folgen für die Leber sondern schädigt auch das Gehirn. Besonders der Hippocampus, ein Areal im Zentrum des Gehirns wird durch Alkoholkonsum geschädigt. Als Teil des limbischen Systems ist er für Generierung und Verarbeitung von Gedächtnisinhalten verantwortlich.

Wird der Hippocampus geschädigt, ist der Transport von Informationen aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis gestört. Dadurch kommt es nicht nur zum bekannten „Filmriss“, als langfristige Folge kann eine alkoholbedingte Demenz eintreten.

Das exzessive Trinken verändert und vermindert das Wachstum von neuronalen Stammzellen. Letzteres sind Zellen, die sich später zu Nervenzellen entwickeln.

Mediziner sind sich allerdings darüber einig, dass eine Prohibition von Alkohol nicht der richtige Weg ist, um das Problembewusstsein in der Gesellschaft zu stärken.

Schließlich wolle niemand dem  mündigen Bürger das Anstoßen auf das neue Jahr mit einem Gläschen Sekt verbieten – zu überdenken ob man dann den Abend mit alkoholhaltigen Mixgetränken wie Alcopops oder harten Drinks fortsetzen muss, kann dagegen nicht nur Jugendlichen und Heranwachsenden geraten werden.

Besonders in jungen Jahren mag die eigene Gesundheit eher unwichtig erscheinen – Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Krankenhäusern durch maßvollen Alkohlkonsum, Transport und Behandlung eines Volltrunkenen voller Erbrochenem zu ersparen, kann aber bereits ein erster und leicht einzuhaltender, guter Vorsatz für das kommende Jahr sein.

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