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Am 1. Oktober ist Weltvegetariertag

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Vegetarische Ernährung (Foto: pd)
Lacto-vegetarische Ernährung (Foto: pd)
Vegetarische Ernährung (Foto: pd)
Lacto-vegetarische Ernährung (Foto: pd)

„Ich bin Vegetarier siebter Stufe – ich esse nichts, was einen Schatten wirft“.

Derartig selbstironische Aussagen zeigen, dass  moderne Vegetarier keinesfalls durchweg militante Zeitgenossen sind, die als  Latzhosen- und Birkenstock-Sandalen tragenden „Ökos“ mit Strohhut durch die Lande ziehen.

Auch der radikale Tierbefreiungsaktivist, der Nachts in Industrieanlagen einbricht um dort Versuchstiere zu befreien und einem erbarmunglos dramatisch-provaktive Tierschutz-Propaganda um die Ohren knallt, ist mitnichten repräsentativ..

Vegetarismus – mehr als ein Trend

Tatsächlich ist der Vegetarismus längst in der Gesellschaft angekommen und auch Prominente bezeichnen sich, manchmal durchaus PR-wirksam öffentlich als Vegetarier. So zählen etwa Thomas D. („Die Fantastischen Vier“) Eva Briegel (Sängerin der Band „Juli“) und Jasmin Wagner („Blümchen“) zu bekannten deutschen Vegetariern.

Zudem kommt es immer wieder vor, dass Vegetarismus eine Zeit lang als „hip“ und „trendy“ gilt – nur um danach fallen gelassen werden. Dennoch ist Vegetarismus keine Mode.

Der Weltvegetariertag

Um mit diesen Vorbehalten und dem alten Credo „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ aufzuräumen und die vegetarische Ernährung populärer zu machen, wird seit 1977 jährlich am 1. Oktober der Weltvegetariertag veranstaltet. Es handelt sich also nicht um einen quasi-religiösen Feiertag für die etwa sechs Millionen Vegetarier in Deutschland.

Stattdessen finden anlässlich dieses Datums weltweit Informationsveranstaltungen statt, auf denen möglichst undogmatisch über die Vorteile vegetarischer Ernährung aufgeklärt wird. Insbesonderer der Vegetarierbund Deutschlands engagiert sich öffentlich für eine breitere Bildung zu den verschiedenen Themen, die mit dieser Ernährung verbunden sind.

So erfährt man auf diesen Veranstaltungen beispielsweise einiges über:

  • die gesundheitlichen Vorteile (etwa die Wirkung auf den Cholesterinspiegel),
  • den ethischen Aspekt (Leiden von Tieren verringern),
  • Umwelt- und Klimaschutz (gegen Rodung von Regenwald für Viehzucht)

und das vegetarische Küche mehr ist, als nur fade Beilagen und Ersatzprodukte aus Tofu zu essen.

Der Pudding-Vegetarier: Ethisch korrekt ungesund:

Das Image des gesunden Vegetariers entspricht allerdings tatsächlich nicht immer der Wahrheit. Das hat jedoch weniger mit Mangelerscheinungen, als vielmehr mit Personen zu tun, die den Konsum von Fleisch, Eiern und/oder Milchprodukten aus ethischen Gründen ablehnen – jedoch kein Problem damit haben, „ethisch korrekte“ doch vergleichsweise ungesunde Lebensmittel zu genießen.

Auf der anderen Seite gibt es Personen wie Alexander Dargatz, der als vegan lebender Bodybuilder sowohl die Vorstellung des blutleeren Veganers, als auch der vegetarischen „Couch-Potato“ widerlegt.

Fleischlos…und nun?

Manch einer mag einen Widerspruch darin sehen, zwar auf Fleisch zu verzichten, doch beispielsweise weiterhin Lederschuhe, Daunenkissen, Kosmetika aus Tierversuchen und Wollpullover zu verwenden,  bei deren Herstellung die Tiere instrumentalisiert werden. Wer sich über die konsequente Weiterführung der vegetarischen Ernährung auf einen tierproduktfreien Lebensstil informieren will – der wird vielleicht noch einen Monat, bis zum  1. November warten, denn dann ist Weltvegantag.

1 KOMMENTAR

  1. Ja, ja…ich esse Blumen, denn Tiere tun mir leid. Die Ärzte haben es doch auf den Punkt gebracht.

    Mal im Ernst: Ob militanter Veganer oder skrupelloser Steakfans: Die Mitte macht es doch mal wieder. Die Ausgewogenheit. Sicher darf es keine Hühnerfarmen geben, in denen die Tier gequält werden. Aber ganz auf Fleisch verzichten muss man auch nicht unbedingt, aber die Menge macht es einfach. Wenn wir uns morgens schon ein Mettbrötchen reinhauen, Mittags Schnitzel in der Kantine und Abends Weißwurst, dann ist doch klar, dass das nicht gut (aus)geht. Vor allem nicht für die Tiere. Also: Fleich essen, aber mit Köpfchen.

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