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Am 4. Juni ist Tag der Organspende

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In Deutschland warten zur Zeit etwa 12.000 schwer kranke Menschen auf ein neues Organ, weil ihr eigenes durch Krankheit oder Unfall lebensgefährlich geschädigt ist.

Diese Menschen hoffen jeden Tag, den erlösenden Anruf aus der Klinik zu erhalten und die Nachricht zu bekommen, dass ein für sie passendes Spenderorgan gefunden wurde.

Manche dieser Menschen haben Glück und können erfolgreich transplantiert werden. Andere warten und müssen sterben, weil sich kein Organspender für sie fand.

Freiwilligkeit der Organspende

Da es in Deutschland kein Organspenderegister, in dem freiwillige Spender erfasst werden und keine gesetzliche Verpflichtung zur Organspende gibt, wird man erst mit einer schriftlichen oder mündlichen Willenserklärung zum Organspender.

Der zu diesem Zweck geschaffene Organspendeausweis kann unter anderem kostenlos in Apotheken und bei Ärzten angefordert werden. Diesen Ausweis sollte man immer bei sich tragen, damit die Rettungsdienste und Notärzte auf dem Weg in die Klinik eine Organentnahme anmelden können und so wertvolle Zeit sparen.

Sollte in einem Todesfall kein Organspendeausweis vorliegen, werden nächste Angehörige vor die Entscheidung einer Organentnahme gestellt, dabei gibt keine feste Altersgrenze. Entscheidend ist das biologische- nicht das kalendarische Alter.

Bedingungen für eine Organspende

Bei eventuellen Erkrankungen wird ein ärztlicher Befund erhoben, ob eine Organentnahme in Frage kommt.  Grundsätzlich ausgeschlossen sind zur Organspende Verstorbene mit HIV, oder akutem Carzinombefund.

Das Organtransplatationsgesetz ist streng geregelt. Entsprechend den Richtlinien der Bundesärztkammer muß der Hirntod des Spenders von zwei Medizinern festgestellt werden und eine Einwilligung zur Organspende – entweder im Voraus durch den Verstorbenen, oder dessen Angehörige – vorliegen.

Organspende ist anonym – die Würde des Toten bleibt gewahrt

Da die Organspende anonym ist, erfahren weder Spender noch Empfänger die Namen der anderen beteiligten Personen, so dass Gefühle von Schuld oder Verpflichtung verhindert werden . Die Deutsche Stiftung Organtransplantation teilt aber auf Wunsch mit, ob die Transplantation erfolgreich verlaufen ist.

Das oft vorhandene Vorurteil der Verstümmelung des Verstorbenen ist unbegründet, da die Transplantation vom Ärzteteam in einem Operationssaal durchgeführt und der Körper der Spenders zu jedem Zeitpunkt respektvoll behandelt wird.

Auch die Unversehrtheit des Leibes aus religiöser Sicht bleibt, gewahrt, da alle großen kirchlichen Gemeinschaften in Deutschland die Spende von Organen als einen Akt der Nächstenliebe betrachten, der die Integrität des Leibes unberührt lässt.

Tag der Organspende

Um die Bereitschaft für diese lebensrettende Maßnahme zu erhöhen und Vorturteile abzubauen, findet am 4. Juni 2011 unter dem Unter dem Motto: „Richtig, Wichtig, Lebenswichtig“ der bundesweite Tag der Organspende statt.

Die zentrale Veranstaltung findet in Frankfurt am Main statt. Dort sind Infostände zu Informationen rund um Organ-und Gewebespende aufgebaut.

Informationen zur Organspende

Ganzjährig gibt es unter der Nummer: 0800-90 40 400 ein Infotelefon zu Fragen bei Organspenden.

 

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