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Am Donnerstag ist Halloween

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Halloween: Kürbisfigur in Tokyo (Copyright: KJ)
Weltweit verbreitet: Halloween-Figur in Tokyo (Coypright: KJ)
Halloween: Kürbisfigur in Tokyo (Copyright: KJ)
Weltweit verbreitet: Halloween-Figur in Tokyo (Coypright: KJ)

Mittlerweile findet er sich in immer mehr deutschen Nachbarschaften – ein Brauch, der aus den USA zu stammen scheint und jedes Jahr in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November zahlreiche Vampire, Hexen und kleine Monster, dazu bringt, an den Türen zu klingeln und ihr Sprüchlein „Süßes oder sonst gibts Saures„, oder „Trick or Treat“ aufzusagen.

Gibt es keine Süßigkeiten, geht das mit dem einen oder anderen kleinen Streich einher.

In den letzten Jahren haben allerdings die „kleinen Streiche“, die leider mit vermehrten Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen einhergehen, auch die Polizeipräsenz in dieser Nacht erhöht.

Doch woher stammt dieser Brauch zwischen Kinderstreich und Sachbeschädigung?

Anders als vermutet, liegen die Hintergründe nicht in der modernen Konsumgesellschaft der USA – sondern laut vielfach verbreiteter Erklärungen, angeblich auf der „grünen Insel“.

Einst seien die Bewohner des heutigen Irland davon überzeugt gewesen,  dass die Seelen der Verstorbenen, sowie böse Geister die Welt der Menschen betreten könnten und dort zahlreiche Arten von Unheil verbreiten würden. Das Licht, in Form von Feuer galt als geeignetes Mittel, um diesen jenseitigen Kräften zu begegnen.

Schließlich habe auch das Christentum die Vorstellung aufgegriffen, dass die Verstorbenen über Allerheiligen und Allerseelen, noch einmal zurückkehrten und zwar, so wurde nun erklärt, um geistliche Fürbitte von ihren Hinterbliebenen zu erhalten, damit sie dem Fegefeuer entkommen würden.

Halloween in Japan: Kürbislaternen in Tokyo (Copyright: KJ)
Halloween in Japan: Kürbislaternen in Tokyo (Copyright: KJ)

Allerdings soll auch der ausgehöhlte Kürbis mit der markanten Fratze, der praktisch zum Symbol für Halloween wurde, aus Irland stammen.

Dort geht er angeblich auf eine Geschichte zurück, die in vielfacher Form mit zahlreichen Änderungen überliefert wird.

Einig sind sich die Geschichtenerzähler wohl darüber, das ein gewitzter Kerl Namens Jack vom Teufel eine glühende Höllenkohle in einer ausgeholten Rübe als Leuchte erhalten habe.

Deutlich wird bei allen Erklärungsversuchen, dass man vielfach bemüht ist, die Herkunft auf vorchristliche Bräuche festzulegen – auch wenn diese Behauptung bereits umstritten ist und dennoch weiterhin verbreitet wird.

Doch unabhängig davon, ob all diese Erklärungen möglicherweise ebenso phantastisch sind, wie die gruseligen Kostüme – die Popularität des Brauchs steigt in Deutschland stetig.

Beide große Kirchen zeigen sich im Bezug auf den Brauch skeptisch und warnen, es ginge vor allem um Konsumaspekte, welche den theologischen Zusammenhängen nicht gerecht würden. Tatsächlich wird, ähnlich wie bereits bei Weihnachten, das Spukfest auch in Ländern begangen, die keine christliche Tradition haben.

Das wird wohl aber auch dieses Jahr die kostümierten Kinder und Rabauken nicht von ihrem jährlichen Brauch abbringen – besser, man hat dann ein paar Kekse im Haus.

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