Start Reisen und Touristik Angst vor Unruhen: China riegelt Tibet ab

Angst vor Unruhen: China riegelt Tibet ab

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Immer wieder und mit einer gewissen Regelmäßigkeit schränkt die Volksrepublik China den Reiseverkehr ein, oder sperrt ihn zu verschiedenen Gelegenheiten gänzlich. . Ohnehin dürfen sich nur organisierte Reisegruppen mit speziellen Genehmigungen unter Aufsicht eines einheimischen Reiseleiters und parteitreuen Bewachern im Land bewegen. Dabei ist der Kontakt zu den Tibetern untersagt.

Der Protest der tibetischen Bevölkerung gegen die chinesische Regierung im März 2008 wurde von den Chinesen blutig niedergeschlagen. Damals durften für mehr als ein Jahr keine Touristen mehr einreisen.  Nun befürchtet die chinesische Regierung am dritten Jahrestag des Aufstands neue Proteste.

Daher beschloss die zuständige chinesische Behörde die Provinz Tibet vorübergehend für ausländische Besucher zu schliessen. Ein Mitarbeiter der Xizang-Reiseagentur in der tibetischen Hauptstadt Lhasa sagte:“Die Tourismusbörse vergibt an Ausländer im März keine Besuchsgenehmigung für Tibet„. Mehrere andere Reiseagenturen bestätigten das Besuchsverbot im März.

Unklar ist noch, ob Touristen im April nach Tibet einreisen können.

Im Jahr 1951 wurde Tibet von den Chinesen gewaltsam in die Volksrepublik China eingegliedert. Der Dalai Lama, der von der Mehrheit der Tibeter nach wie vor als weltliches Oberhaupt akzeptiert wird und in Fragen der Religion großes Ansehen genießt, auch wenn er nur einer der Traditionslinien des in Tibet ursprünglich verbreiteten Buddhismus repräsentiert, floh nach Indien und gründete in Dharamsala eine tibetische Exilregierung.

Seitdem bemüht sich diese, die kulturelle Identität der Tibeter im indischen Exil zu bewahren und auf die Situation der Tibeter international aufmerksam zu machen – auch wenn einige Europäer nach wie vor eine recht verklärte Sicht auf das „alte“ Tibet haben.

Während der Zustrom chinesischer Umsiedler, die auf Staatsgeheiß in Tibet siedeln müssen zunimmt, reißt die Zahl der der tibetischen Flüchtlinge aus ihrer besetzten Heimat nicht ab.

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