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Arbeitslosenzahl sinkt im Februar

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Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter uneingeschränkt positiv. Da sich die hiesige Wirtschaft nach wie vor deutlich erholt und einen Aufschwung verzeichnet, hat auch die Zahl der Arbeitslosen abgenommen. Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen auf 3,317 Millionen gesunken. Damit waren 33.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Volkswirte waren eigentlich von einer Abnahme in Höhe von 15.000 Erwerbslosen ausgegangen.

Im Vergleich zu Februar 2010 sank die Zahl der Arbeitslosen insgesamt um 326.000. Auch der BA-X als Indikator für die Arbeitskräftenachfrage ist erneut stark gestiegen und überschreitet den Höchstwert des vergangenen Konjunkturzyklus. Das teilte die Agentur für Arbeit am Dienstag in ihrem jüngsten Arbeitsbericht mit.

Entgegen des eigentlichen Trends im Monat Februar nahmen die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt kräftig zu. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Februar saisonbereinigt deutlich gesunken. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 7,9 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,7 Prozent gelegen.

Die Arbeitsmarktentwicklung und die wirtschaftliche Situation in Deutschland bedingen sich gegenseitig. Je mehr Menschen erwerbstätig sind und je mehr Einkommen erwirtschaftet werden, desto stärker wird auch der Konsum wieder angeregt. Wird konsumiert, steigt das Konjunkturbarometer und die Wirtschaft blüht weiter auf.

Dieser Zyklus sei nach Meinung von Analyst Andreas Scheuerle von der Deka-Bank für die weitere Entwicklung extrem wichtig. Denn es gelte zu verhindern, dass die Verbraucher nicht aus Angst vor der Inflation „mit Kaufzurückhaltung reagieren,“ so Scheuerle.

Das Statistische Bundesamt hat erste Berechnungen zum realen Bruttoinlandsprodukt bekanntgegeben. Demnach ist dieses im vierten Quartal 2010 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gewachsen. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres waren dies noch 0,7 Prozent.

Das etwas schwächere Wachstum im letzten Quartal lässt sich darauf zurückführen, dass es im Dezember sehr kalt war und es viel Schnee gegeben hat. Was die Aussichten in die Zukunft anbelangt, so sind die konjunkturellen Frühindikatoren wie ifo-Geschäftsklimaindex und ZEW-Konjunkturerwartungen weiter eindeutig nach oben gerichtet. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv.

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