Start Reisen und Touristik Auch in Österreich wird das Fliegen teurer

Auch in Österreich wird das Fliegen teurer

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Hatten unsere österreichischen Nachbarn bis vor kurzem noch über die Erhöhung der deutschen Flugpreise schmunzeln können, so sieht dies seit dem vergangenen Wochenende anders aus: Für Tickets mit europäischen Destinationen muss man auf den Flughäfen Österreichs in Zukunft mit einer Preiserhöhung von 8 Euro rechnen, auf längeren Strecken können dies bis zu 40 Euro sein.

Nun ist die Ticketsteuer also auch in Österreich angekommen. Am vergangenen Samstag einigte sich die österreichische Regierung in Wien darauf, ab 2011 eine Flugticketabgabe von Reisenden zu erheben. Der Fiskus erhofft sich im kommenden Jahr von dieser Maßnahme Mehreinnahmen durch Steuern in Höhe von 60 Mio. Euro. In den Folgejahren geht man sogar von weitläufigeren Steigerungen von jährlich 30 weiteren Mio. Euro aus.

Die größten Fluggesellschaften des Landes – die AUA („Austrian“) und die zur Hälfte der zu Air Berlin gehörenden Billigfluggesellschaft Flyniki („Niki“) – sind von diesen Plänen am meisten betroffen und natürlich nicht begeistert. Sie gehen von herben Verlusten aus, da sich viele Urlauber nun nicht mehr so einfach eine Flugreise leisten können. Sie übten bereits am Samstag heftige Kritik an dem angekündigten Schritt. Sie sehen sich durch diese Maßnahme erheblich im Wettbewerb der Fluggesellschaften benachteiligt.

Seit einigen Wochen sind die österreichischen Airlines auf Flügen nach Deutschland ohnehin bereits dazu verpflichtet, bei Buchungen für Flüge mit Reisedatum ab 1. Januar 2011 die zusätzliche Ticketsteuer aufzuschlagen. In Deutschland werden Flugtickets ab 1. Januar 2011 auf Kurzstreckenflügen ebenfalls mit 8 Euro, auf Mittelstrecken mit 25 und auf Langstreckenflügen mit 45 Euro besteuert.

Es stellt sich die Frage, ob der Wirtschaft hiermit Steine in den Weg gelegt werden oder nicht. Fakt ist, dass die Regierung auch in Österreich vor allem eines im Sinn hat: zusätzliche Gelder generieren. Dass dies nicht durch Sparen in den eigenen Reihen sondern durch Steuererhöhungen geschieht, ist ein Zeichen der Zeit. Doch auf der anderen Seite bleibt es abzuwarten, ob 8 bis maximal 40 Euro Aufschlag pro Flugreise die Urlauber – sei es in Österreich oder Deutschland – davon abhalten wird, ihre Erholung in der Ferne zu suchen.

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