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Baden-Württemberg übernimmt Energiekonzern EnBW


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EnBW, Foto: Bene16
EnBW, Foto: Bene16

Das Land Baden-Württemberg steigt wieder in die Energiewirtschaft ein. Das Bundesland will den Stromkonzern Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) komplett übernehmen – wahrscheinlich aber nur vorübergehend. Es handelt sich hierbei um Deutschlands drittgrößtem Energieversorger. 

Baden-Württemberg kauft dem französischen Stromkonzern EDF seinen gut 45-prozentigen Anteil an EnBW für fast fünf Milliarden Euro ab.

EdF sehe keine Möglichkeit, die Mehrheit an der EnBW AG übernehmen zu können und habe sich deshalb für einen Ausstieg entschieden, hieß es am Montag auf einer Sondersitzung des Landtages in Stuttgart.

Ein Kaufvertrag sei bereits geschlossen und der Kaufpreis von 41,50 Euro je Aktie vereinbart worden, so heißt es aus Stuttgart. An der Börse waren die EnBW-Aktien zuletzt mit 35,15 Euro gehandelt worden.

Auch allen anderen Aktionären wurde ein Übernahmeangebot unterbreitet. Der zweite Großaktionär ist der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), ein Zusammenschluss oberschwäbischer Kommunen. Der Verband hält ebenfalls 45,01 Prozent der Anteile an EnBW. Für dieses Übernahmeangebot muss Baden-Württemberg weitere fast fünf Milliarden Euro investieren. Nun müssen die Kartellbehörden dem Verkauf noch zustimmen.

Erst Anfang September dieses Jahres hatte der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Stefan Mappus, angekündigt, dass ein ausländischer Mehrheitseigentümer der EnBW nicht vorstellbar sei. Genauso wenig wie die Übernahme eines französischen Stromkonzerns durch einen deutschen Konkurrenten.

Für Baden-Württemberg ist das Gebiet der Energiewirtschaft kein Neuland mehr. Vor rund zehn Jahren war das Land bereits an der EnBW AG beteiligt und hatte für eine Milliardensumme einen Anteil von 25,1 Prozent an den französischen Stromriesen EdF verkauft.

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