Start Aktuelles Bald Leichenplastinate im Online-Shop?

Bald Leichenplastinate im Online-Shop?

745
0
TEILEN

Bei der Leichenplastination handelt es sich um realistische Konservierung anatomischer Präparate. Grundlage für die Plastinate sind dabei die Körper von Personen, welche zu Lebzeiten ihre Einwilligung in die Verwendung als Kunstobjekt gegeben hatten. Es sind die sogenannten Körperspender.
Der umstrittene Anatom Gunther von Hagen will den Verkauf seiner Plastinate ab Anfang November im Online-Shop anbieten und verkaufen. Offenbar stehen auch schon die Preise fest. Sie bewegen sich, je nach Körperteil, zwischen 22.000 Euro und 70.000 Euro.
Einen sofortigen Verkaufsstopp fordern mehrere entsetzte deutsche Bischöfe. Der menschliche Körper dürfe nicht als Ersatzteillager oder Anschauungsobjekt  mißbraucht werden. Eine präparierte Leiche sei als „Kunstwerk“ nicht akzeptabel und würde gegen die Achtung und Würde der Toten verstoßen.
Erzbischof Zollitsch erklärte, daß es sich hierbei nicht um neue Erkenntnisse in der Forschung und Wissenschaft handele, sondern um Leichenfleddere die unter dem Deckmantel der medizinischen Aufklärung als Spektakel diene.

Gunther von Hagens
Gunther von Hagens

Der Freiburger Erzbischof Zollitsch und andere namhafte Kirchenmänner  riefen die Politik auf, den Handel zu verhindern und diesen „Tabubruch nicht zuzulassen“.
Die Bestellungen, so Gunther von Hagen, soll nur Nutzern zugänglich gemacht werden, die als niedergelassene Ärzte, Anatomielehrer und Forscher tätig sind.
Gunther von Hagen sieht sich nicht, wie seine Kritiker sagen und schreiben als „Frankenstein-Künstler“, sondern als im Dienste der Aufklärung und Bildung stehende Anatom. Hatte er doch als Assistent seine ersten Versuche am Anatomischen Institut in Heidelberg begonnen. In dieser Stadt befindet sich auch sein Institut für Plastination (IFP) .

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here