Start Aktuelles Bankenabgabe beschlossene Sache

Bankenabgabe beschlossene Sache

635
0
TEILEN

Zukünftig müssen Banken für eventuelle Krisen selbst vorsorgen, beschloss der Bundestag. Dafür müssen die Geldhäuser einen Teil ihres Gewinnes jedes Jahr in einen Fonds einzahlen, der dann als Rettungsschirm gilt. Ziel ist eine Summe von 70 Milliarden Euro, die die Banken hinterlegen sollen. Die Regierung rechnet damit, dass in guten Jahren fast 1,5 Millarden eingezahlt werden können. Bis dieses Ziel jedoch erreicht wird, vergehen jedoch mehrere Jahrzehnte, was auch die Opposition anmahnte. Die Höhe der Abgabe je Bank richtet sich nach dem Risiko jeder einzelnen. Mitarbeiter von Banken, die staatlich gestützt werden, sollen ausserdem 500.000 Euro jährlich maximal inkulive Boni verdienen können.  Instituten, an denen die Bundesrepublik mit mehr als 75 % beteiligt ist, werden variable Vergütungen (Boni) komplett gestrichen. Das Gesetz soll zur Regulierung der Finanzmärkte beitragen. Die Bankenabgabe soll, nachdem der Bundesrat zugestimmt hat, im Jahr 2011 in Kraft treten.
Weiterhin soll der Staat künftig das Recht haben, systemrelevante Teile von Banken abzuspalten und diese unter staatliche Kontrolle zu stellen. Als systemrelevant gelten Bankteile, die das weltweite Finanzsystem erschüttern könnten. Das am meisten bekannte Beispiel ist die verstaatlichte marode Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE). Dieses Geldhaus wird mit 140 Milliarden Euro gestützt.

Der Staat schließt somit aus, weitere Bankenrettungsschirme spannen zu müssen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here