Start Wirtschaft Bayer investiert eine Milliarde Euro in China

Bayer investiert eine Milliarde Euro in China

536
0
TEILEN
Bayer
Bayer

Bayer MaterialScience (BMS), ein Teilkonzern der Bayer AG, hat Großes vor: Für 2011 ist ein erheblicher Ausbau des Produktionsstandortes für die Kunststoffsparte im chinesischen Caojing bei Shanghai geplant. Das Unternehmen kündigte an, insgesamt etwa eine Milliarde Euro in das Mammutprojekt zu investieren. Ziel sei es, das extreme Wachstumspotential, das der Markt im Raum Asien-Pazifik, allen voran in der Volksrepublik China, derzeit und in Zukunft biete.

Die Bayer MaterialScience AG gehört zu den weltweit größten Herstellern von Polymeren und hochwertigen Kunststoffen wie Polycarbonat. Da das Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum mit einem anhaltenden Wachstum in den Abnehmerbranchen rechne, müsse man der lokalen und regionalen Nachfrage gegenüber gewappnet sein. Aktuell kommen 60 Prozent der weltweiten Polycarbonat-Nachfrage aus dem asiatisch-pazifischen Raum.

Konkret heißt dies, dass die Kapazitäten für den Polyurethan-Rohstoff  MDI auf eine Million Tonnen sowie für den hochwertigen Kunststoff Polycarbonat auf 500.000 Tonnen im Jahr mehr als verdoppelt werden sollen. Verwendet wird der Kunststoff Polycarbonat speziell in der Auto- und Elektroindustrie sowie im Bau. Die Kunststoffsparte verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 weltweit einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro.

Im Zuge der Bekanntgabe der Pläne habe BMS neben der starken Erweiterung der Produktionskapazitäten in Shanghai zwei weitere konkrete Ziele geäußert: Im kommenden Jahr stünde auch der Umzug der Hauptverwaltung für die Geschäfte mit Polycarbonat von Leverkusen nach Shanghai bevor, um näher am aufstrebenden Markt in Asien zu sein und schneller Entscheidungen treffen zu können. Auch die Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung sollen vor Ort in China intensiviert werden.

Dank der Investitionen in den Standort Shanghai würden sowohl die globale Wettbewerbsfähigkeit angekurbelt als auch die Arbeitsplätze in Deutschland abgesichert, heißt es aus Firmenkreisen. Zudem rechnet der Chemiekonzern auch in Europa und in den USA  mit einer wachsenden Nachfrage.

Mit dem Ausbau der Kapazitäten am Standort Schanghai allein geht BMS davon aus, dass der Umsatz im Großraum China bis zum Jahr 2015 auf rund fünf Milliarden Euro gesteigert wird. Da es bereits konkrete Pläne gibt, die  bis 2012 von Erweiterungen um 2,1 Milliarden Euro ausgehen, steigen die Gesamtinvestitionen in Schanghai auf drei Milliarden Euro.