Start Wirtschaft Bei der Bahn kann es zu Streiks kommen

Bei der Bahn kann es zu Streiks kommen

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Voraussichtlich für die ab dem 25. Oktober beginnende Woche müssen sich die deutschen Bahnreisenden auf Warnstreiks gefasst machen. Dazu haben am Dienstag, 12. Oktober 2010, in Fulda die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA aufgerufen. Sowohl bei Zügen der Deutschen Bahn als auch beim privaten Wettbewerb kann es bundesweit zu mehrstündigen Ausfällen im Regional- und Nahverkehr kommen.

Bereits seit Wochen verhandeln die Gewerkschaften mit den privaten Verkehrsunternehmen, der Deutschen Bahn und ihren Töchtern über die Tarifverträge. Doch die Gespräche über den gemeinsamen Mindestlohn stocken, weshalb sich die Gewerkschaften gezwungen sehen, den Druck nun zu erhöhen und zu Maßnahmen zu greifen, die mit einer Arbeitsniederlegung im Regionalverkehr einhergehen. Am 25. Oktober sollen Teile des Zugverkehrs lahmgelegt werden.

Ziel von Transnet und GDBA ist es, einen Branchentarifvertrag für die Beschäftigten des regionalen Schienenverkehrs durchzusetzen. Es soll auf diese Weise verhindert werden, dass der Wettbewerb im Schienenverkehr über die Löhne entschieden werden kann. Der einheitliche Tarifvertrag soll das Einkommensniveau, das heute bereits für 90 Prozent der Mitarbeiter gilt, für alle Beschäftigten verbindlich machen.

Die beiden Bahngwerkschaften Transnet und GDBA stehen vor einer Fusion. Die neue Gewerkschaft aus beiden Organisationen soll Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) heißen, wie die beiden Spitzengremien jüngst in Fulda beschlossen.

Bereits 2007 gab es immer wieder Streiks der Lokführer der Bahn. Fast ein Jahr lang dauerten die Verhandlungen bis man sich endlich einigen konnte. In der Zwischenzeit gab es zahlreiche Zugausfälle und unzufriedene Fahrgäste. Die Deutsche Bahn hofft nun darauf, dass man sich in diesem Jahr auf anderem Wege einigen könne, ohne dies zu Lasten der Kunden auszutragen.

In den kommenden Tagen sollen genauere Pläne und Termine bekannt gegeben werden. Es wird sich zeigen, wie konsequent die beiden Gewerkschaften sein werden. Fakt ist, dass sie – vor allem nach einem Zusammenschluss – zu einem nicht zu unterschätzendem Instrumentarium heranwachsen.

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