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Beinamputation bei Diskus-Olympia-Siegerin Ilke Wyludda

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Wegen anhaltender Schmerzen wurde die Diskuswerferin und Olympia-Siegerin in Atlanta, Ilke Wyludda in den vergangenen Jahren mehrfach am Knie und Unterschenkel operiert.

Bei der letzten Operation gab es jedoch  Komplikationen, als eine offene Wunde geschlossen werden sollte. Eine bakterielle Infektion verhinderte den Heilungsprozess.

Aufgrund der Lebensgefahr einer derartigen Infektion wurde der 41-Jährigen Goldmedaillengewinnerin ein Teil des rechten Beins amputiert. Am 9. Dezember wurde in Halle/Saale das Bein fast ab Ende des Oberschenkels abgenommen.

„Diese Sepsis hätte tödlich enden können. 50 Prozent aller Betroffenen überleben eine solche Infektion nicht“, so die 41-Jährige.

Ilke Wyludda erklärte ihren Grund zur Einwilligung in die Amputation sowohl emotional, als auch sachlich: „Ich hatte die Wahl, das Bein zu verlieren, oder mein Leben. Aber ich wollte leben!“

Von ihrem ehemaligen Bundestrainer Gerhard Böttcher erhält sie besonders seit der drastischen medizinischen Maßnahme Trost, Zuspruch und Halt.

Nach ihrer Sportlerkarriere studierte die Olympia-Siegerin Medizin. Ihre Zulassung als Ärztin erhält sie am 21. Januar diesen Jahres. Ilke Wyludda will sich auf Schmerztherapie spezialisieren.

Zwar muss sie sich nun nach dem Verlust ihres Beins komplett neu orientieren, nimmt aber auch diese Herausforderung an: „Klar wird es Veränderungen geben, Wohnung und Auto müssen umgebaut werden. Aber das Leben ist jetzt so, wie es ist“.

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