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Berlin: Dringend Zeuge zur Schlägerei am U-Bahnhof Lichtenberg gesucht

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Polizeiauto
Berlin: Polizist feuert versehentlich auf Kollegen

Am späten Freitagabend vergangener Woche hatten drei jugendliche Schläger, die aus Kenia, Ex-Jugoslawien und dem Irak stammen, einen 30-Jährigen Maler am U-Bahnhof Lichtenberg krankenhausreif geschlagen, bis dieser ins Koma fiel. Der Handwerker  liegt mit schweren Kopfverletzungen in der Unfallklinik Marzahn und schwebt nach wie vor in Lebensgefahr.

Die Schläger sitzen nun in Untersuchungshaft, gegen sie wurde ein Haftbefehl erlassen.
Zwar haben die Jugendlichen die Tat zugegeben, jedoch eine Tötungsabsicht bestritten. Zunächst hatten sie angegeben, dass sie sich durch „Heil Hitler“ Rufe provoziert gefühlt hätten, nahmen aber später die Behauptung zurück. Die Ermittler hatten dies von Anfang an als „taktische Absprache“ gewertet.

Der zweite Handwerker, der ebenfalls attackiert wurde, wurde offenbar durch einen Unbekannten gerettet. Als die Handwerker am späten Freitagabend von den jugendlichen Schlägern angegriffen worden waren, hatte sich der aus Rostock stammende Kollege des Opfers nach Angaben der Ermittler noch verstecken können.

Als die Schläger den Mann aufspürten, trieben sie ihn auf die Straße, wo sie  auf ihn einschlugen. Erst durch lautes Rufen eines unbekannten Passanten, hätten die Schläger von dem zweiten Mann abgelassen und die Flucht ergriffen.

Der Unbekannte wird DRINGEND als Zeuge gesucht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bislang unbestätigten Gerüchten zufolge soll es sich um das Mitglied eines Motorrad-Clubs gehandelt haben.

Der Zeuge habe die Täter angeblich durch Zurschaustellung einer Waffe zur Flucht bewogen, was erklären würde, weshalb der Unbekannte sich nicht bei der Polizei gemeldet hat.

Auf dem U-Bahnhof Lichtenberg  sollen auch Personen gewesen sein, die den schrecklichen Vorfall beobachtet haben. Offensichtlich war jedoch niemand bereit, dazwischen zu gehen. In Ermittlerkreisen wird von einem „katastrophalen Verhalten“ der Zeugen gesprochen.

So ging etwa nur  ein einziger Notruf ein, obwohl es mehrere Zeugen gab. Einer soll sogar die Jacke des auf dem Boden liegenden Schwerverletzten entwendet haben.

Zivilcourage ist Bürgerpflicht – notfalls muss das auch eingefordert werden„, sagte der Sprecher der Hilfsorganistation „Weißer Ring“. Die Organisation kümmert sich um Kriminalitätsopfer.

Obwohl der Paragraph 323c StGB die unterlassene Hilfeleistung mit bis zu einem Jahr Haft bestraft, sei diese gesetzliche Regelung „so gut wie nie im Einsatz„, sagte der Sprecher der Organisation. Dabei ist jeder der einen Überfall beobachtet, in der Lage Hilfe zu holen.

Niemand verlangt, dass man sich selber in Gefahr begibt, aber einen Notruf per Handy, oder von einer Notrufsäule aus, kann jeder tätigen – unabhängig von Alter und Geschlecht. Auch ein verbales Eingreifen in präkären Situationen ist praktisch immer möglich. Wie man am aktuellen Fall sieht, kann bereits lautes Rufen eine wirksame Hilfestellung sein (sofern sich die Berichte über die Waffe als falsch herausstellen).

Wegschauen oder das sensationsgierige passive Zusehen bei der Verübung eines Vebrechens ist nicht nur strafbar – es ist auch vom menschlichen Standpunkt aus ein beschämendes und feiges Verhalten und Zeichen mangelnden Mitgefühls sowie von Desinteresse am Wohl anderer Menschen.

20 KOMMENTARE

  1. Soll das lustig sein? Ein nach anderen Berichten breitschultriger, eventuell bewaffneter Rocker in Lederkutte greift ein und daraus wird geschlossen, dass die Durchschnittsperson es doch bitte verbal mit vier gewaltätigen Schlägern aufnehmen soll? Und wofür das ganze? Die vier sind eh bald wieder draußen. Mit etwas Pech hat man dann als Zeuge auch noch den gesamten Clan im Nacken.

    • In diesem Fall kann von Clan nicht die Rede sein, da es sich ja nicht um die „böse türkische Großfamilie“ handelt, die Sippenrache übt, sondern um jugendliche Täter mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund.

      Um Hilfe zu rufen muss man jedenfalls weder Bandido noch Hells Angel sein.

      Wenn man danach geht „wofür das ganze?“ dann kann man sich die ganze Strafverfolgung sparen weil das die Täter „ja eh nicht bessert“ und gleich zur Lynchjustiz übergenen.

      • Der Familienclan in meiner Stadt kommt auch nicht aus der Türkei.

        Bei den Urteilen in letzter Zeit frage ich mich wirklich wozu sich noch die Mühe der Strafverfolgung gemacht wird. Als Polizist wäre ich stinksauer.

    • @feli:
      Es verlangt auch keiner, dass sich eine normale Zivilperson in direkte Konfrontation begibt ABER mit dem Finger die „110“ ins Telefon/Handy zu tippeln hätten jawohl mehr als 1!! Person geschafft – das hätte man auch aus sicherer Entfernung machen können – stattdessen schaut man weg in der Hoffnung, das Problem erledigt sich von selbst…

      JEDER kann unverschuldet in so eine Situation kommen und hofft dann darauf, dass einem jemand anderer hilft.

      Feige ist das – mehr nicht.

      • Wäre die Aufforderung die Polizei zu rufen das einzige gewesen hätte ich zugestimmt. Das muss wirklich drin sein. Der Artikel spricht aber von deutlich mehr:

        „Offensichtlich war jedoch niemand bereit, dazwischen zu gehen“

        „Wie man am aktuellen Fall sieht, kann bereits lautes Rufen eine wirksame Hilfestellung sein (sofern sich die Berichte über die Waffe als falsch herausstellen).“

        Als unbewaffnete Einzelperson einer Konfrontation mit vier aggressiven Schlägern aus dem Weg zu gehen ist nicht feige. Da sollte man sich seiner eigenen Grenzen bewusst sein sonst gibt es noch mehr Opfer.

        • Ich denke der Grundton des Artikels ist „gehe dazwischen, wenn du dich nicht selbst damit gefährdest, ansonsten mache was dir möglich ist“.

          „offenbar war niemand bereit dazwischen zu gehen“

          richtet sich wohl an Leute die damit umgehen können, zB gut trainierte Kampfsportler, oder einen Wachmann nach Feierabend, die es zumindest mit einem Gegner aufnehmen können sollten.

          “Wie man am aktuellen Fall sieht, kann bereits lautes Rufen eine wirksame Hilfestellung sein“

          ist dann wohl der Tipp für den Rest der Menschheit *g*

          Ich glaube egal wie man den Artikel dreht, wendet, oder kritisiert, helfen kann man immer – auch ohne ein Rocker mit dicker Knarre zu sein *g*

  2. Abschieben, und 15 Jahre Haftstrafe in ihren Heimatländern!Wenn das nicht für die Zukunft abschreckt, dann weiß ich es auch nicht:)

  3. Für das Abschieben wäre ich auch aber Deutschland ist ja das dümmste Land dass darf das ja nicht bei sowas da muß man ja einen erst ermorden, doch Koma ist schon nah dran!

    Die Deutsche Justiz 😀 ein Witz
    denen sind doch auch die Hände gebunden-

    das alles nur weil wir ja so böse waren im 2. Welt Krieg…
    jajaja alles nur müll.
    Was können wir schon dafür
    aber ist ja auch egal
    die werden es wieder tun und wieder so lange
    bis denen mal was passiert!!
    So ist das leider in Deutschland.

  4. Es ist doch zum kotzen. Die dürfen sich in unserem Land aufhalten, hier die Schule besuchen und verhalten sich dann so. Abschieben und Einreiseverweigerung wäre die erste Maßnahme. Ich sponsor auch gern die Tickets zur Ausreis!

    • Der Täter der das Opfer von hinten vor dem Fall getreten hat wohnt zur Verhinderung von Lynchjustiz entfernt – die Redaktion>

  5. Als Zeuge melden? Ihr wisst schon was da auf einen zukommt?

    1. Das man unter Umständen vom 100köpigen Täter-Clan durch das Gerichtsgebäude geprügelt wird.

    2. Der Richter wird genüßlich vor versammelter Mannschaft eure Adresse plus Mini-Lebenslauf vorlesen, weil es ja sein könnte das man die falsche Gesinnung hat.

    3. Polizei/Richter/Staatsanwalt werden empört sein warum ihr nicht eingegriffen habt so wie Dominik Brunner und entsprechendes in Erwägung ziehen…

    4. Und die Verteidigung wird euch ordentlich in die Mangel nehmen und solltet ihr ne Halbglatze haben, nehmt lieber gleich einen Rechtsanwalt.

    Und schon beschweren sich alle das sich keiner als Prügelpuffer dazwischengeworfen hat.

    • hey peter…
      wenn du mal am boden liegen solltest und vier halbaffen auf dich einprügeln willst du doch sicher auch dass dir geholfen wird und dein leben hier nich vorbei ist…oder??
      menschen wie du und die tatenlos zusehenden passanten sind für mich assozial und ohne rückgrat

  6. Also eine Frage habe ich jetzt noch????Wieviele Menschen werden jetzt noch sterben müßen, bis etwas im unseren Land passiert???Eins weiß ich, wenn jemand an meine Frau oder mein Kind geht, ist es mir egal, welche Groß Familie das ist, dann bringe ich die um!!!

  7. Hier sascha, lies dir das mal durch! Vielleicht hilft es dir ja bei deinen unüberlegten Äusserungen!
    ps: Ich mag solche Übergriffe auch nicht, von niemanden, auch nicht von Deutschen die meinten sie müssten „aufräumen“! Unser System ist nicht perfekt aber ein besseres gibt es nicht!

    Bitte berücksichtigen Sie beim zitieren von Texten das Copyright. Es handelt sich um den Liedtext „Die Toten Hosen – Sascha“ – die Redaktion

  8. Die waren sehr überlegt!Sag das mal den angehörigen des Mannes, mal schauen was die sagen!Mach die Augen mal auf, und guck dich um, kann doch nicht sein was hier passiert!!!Wenn Deutsche deutsche zusammen schlagen, ist das doof aber das sind unsere eigenen Kaoten, da müßen wir uns nicht noch welche rein holen!Aber es gibt halt immer noch solche wie dich, die „sozialen Deutschen“die für alles verständniss haben:(
    Selbst Arbeits Kollegen die nicht Deutsch sind sagen das, was ich sage, weil sie auch Familie haben und nicht möchten das ihnen was passiert!!!

  9. @ Campino

    Wer mag schon solche Übergriffe? Und ich muß dir wiedersprechen, es gibt ein besseres System, man muß nur es haben wollen. Nur leider verwechseln viele Menschen „Besser“ mit „Reicher“. Gewalt wird in unserer Gesellschaft aus reiner Profitgier glorifiziert, whärend die Armut in der Bevölkerung immer weiter wächst. Medien wie Fernseh oder Musik verbreiteten die Gewaltbereitschaft mittlerweile mit einer gewissen Selbstverständlichkeit und keiner unternimmt etwas dagegen. Jugendkriminalität und Angst in der Bevölkerung sind die Folge. Wenn das eines der besten Systeme ist hab ich irgendwas verpaßt.

    Aber um auf das Kernthema zu kommen.
    Familienväter wie Sascha haben Angst um ihre Kinder und Jugendgangs fluktorieren wie nie zuvor. Interresant find ich auch den Kommentar von Peter weiter oben, denn genauso siehst aus. Wenn man als Zeuge versucht was zu bewegen wird man den Haien zum Fraß vorgeworfen. Warum beschützt unser Staat nicht mutige Menschen?
    Zivilkurage ist gesetztlich verankert aber eine Unterstützung der Opfer nicht.
    Ich bin da ganz Ehrlich. Ich wohne in einer eher kleineren Großstadt. Wenn ich Morgens am Hauptbahnhof vorbeigehe und ich beobachte wie manche sich die Köpfe einhauen, gehe ich auch ganz schnell weiter, weil ich weiß das wenn ich sie anzeige sie mir 6 Wochen später wieder über den Weg laufen. Weil sie eh nur Bewährung bekommen und danach weitermachen wie bisher.
    Gewaltverbrechen sollten mit einer unglaublichen Härte bestraft werden. Dann würde es vieleicht auch mal abschrecken und Bürger dazu animieren sich einzuschalten.
    Wenn russische (oder egal welcher Herkunft) Jugendliche in das Gefängnis kommen, werden sie gleich in die russische Gruppe intigriert und das wissen sie auch.
    Warum sollten sie also Angst vor dem Knast haben? Wenn man Wiederholungstäter abschieben würde, würden sie es sich zweimal überlegen. Dessen bin ich mir sicher.
    Diese Aussage finde ich auch in keinster Weise rassistisch.
    Ich habe auch schon so manchen Ausländer erlebt, der in seiner Einstellung ebenso borniert und hasserfüllt war wie so mancher Neonazie Skinhead.
    Rassismus ist ein Problem des Menschen, nicht das einer Nation oder ehtischen Gruppe.
    Gewalt und fehlende Zivilcourage ist das Problem eines völlig verkehrt laufendem Systems.

  10. Richtig,Abschieben!Bis sie es kapieren und die strafen müßen härter werden, aber es wird ja eh nichts passieren 🙁 das macht ein echt traurig 🙁

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