Start Panorama Berlin: Großrazzia bei den Hells Angels

Berlin: Großrazzia bei den Hells Angels

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Hells Angels Mitglieder
Trier: Drogenprozess gegen drei Mitglieder der Hells Angels (Abb. symbolisch)

Am Donnerstagabend wurden in einer groß angelegten Aktion 21 Privatwohnungen von Mitgliedern der Hells Angels in Berlin durchsucht, berichtete die „Berliner Morgenpost“.

Erneut war neben dem LKA (Landeskriminalamt) auch ein Sondereinsatzkommando im Großeinsatz und durchsuchten in den Berliner Bezirken Wedding und Kreuzberg insgesamt 21 Wohnungen von 14 Mitgliedern der Rockergruppe. Ihnen wird „gewerbsmäßiger und bandenmäßiger“ Handel mit Anabolika vorgeworfen.

Die Großrazzia hätte schon im Oktober 2010 abgeschlossen sein sollen, aber ein bestochener  Bereitschaftspolizist hatte Informationen ausgeplaudert. Mit einem Motorradhelm zum Einkaufpreis soll der Polizist von Mitgliedern der Hells Angels zur Weitergabe von Einsatzinformationen bewogen worden sein. Gegen den Beamten wird wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt.

Nach der eigentlich für den Oktober anberaumten, geplatzten Großrazzia, ermittelten Experten des LKA im Stillen weiter, um so eine juristische Voraussetzung für die jetzige Polizeiaktion zu schaffen.

Der von der Staatsanwaltschaft ausgestellte Durchsuchungsbefehl wurde am gestrigen Donnerstagabend vollstreckt. In den kommenden Tagen wird mit der Auswertung der Beweismittel gerechnet.

Angesichts der großen Zahl von polizeilichen Maßnahmen der letzten Monate, muten die Aktionen bisweilen fast schon wie ein Privatkrieg zwischen Staatsanwaltschaft und Motorradclub an.

1 KOMMENTAR

  1. Man hat sich offenbar erheblich auf diesen Club eingeschossen. Muss man halt wenn man gegen die organisierten ausländischen Kriminellen nicht mehr ankommt. Etwas zutun braucht man ja und das Gesicht ist auch gewahrt. Aber nur Vordergründig, denn der informierte Bürger weiss sehr wohl was in D inzwischen abgeht.

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