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Berlin: Vergiftungsversuche auf Weihnachtsmärkten

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Weihnachtsmarkt Berlin am Alexanderplatz 2010 (Foto: Mitch Rue-cc-by)
Nicht so harmlos wie hier 2010: Giftgefahr auf Berliner Weihnachtsmärkten (Foto: Mitch Rue-cc-by)
Weihnachtsmarkt Berlin am Alexanderplatz 2010 (Foto: Mitch Rue-cc-by)
Nicht so harmlos wie hier 2010: Giftgefahr auf Berliner Weihnachtsmärkten (Foto: Mitch Rue-cc-by)

Ein bisher noch unbekannter Mann hat am Donnerstag auf zwei Berliner Weihnachtsmärkten Besuchern Schnapsfläschchen geschenkt. Den Inhalt der Fläschchen konnten die Beschenkten allerdings nicht genießen.

Mit Bewusstseinsstörungen, Erbrechen und Krämpfen brachen sie auf dem Weihnachtsmarkt zusammen, mussten notärztlich versorgt und in Krankenhäuser gebracht werden.

Nach Polizeiangaben wurden zunächst auf dem Weihnachtsmarkt am Breidscheidplatz in Berlin-Charlottenburg zwei ausländische Studenten (24 und 26 Jahre) von einem etwa 45-jährigen Mann auf englisch angesprochen. Der Unbekannte wollte mit ihnen auf die angebliche Geburt seiner Tochter anstoßen und gab beiden Studenten kleine Schnapsfläschchen.

Kurz nach der Einnahme der Substanz aus dem Fläschchen brachen sie mit Erbrechen und Krampfanfällen zusammen. Die 24-jährige Studentin wurde bewusstlos in ein Krankenhaus gebracht. Der unbekannte Mann konnte unerkannt flüchten.

Im Verlauf des Abends musste der Rettungsdienst auf den Alexanderplatz ausrücken. Auch hier findet einer der vielen Weihnachtsmärkte in Berlin statt. Drei Frauen im Alter zwischen 23- und 24 Jahren wurden mit Bewusstseinsstörungen und Erbrechen ins Krankenhaus gebracht. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte auch auf dem Weihnachtsmarkt am „Alex“ der Unbekannte den selben Vorwand genutzt.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Auch über die Art der offenbar giftigen Substanz gibt es bislang keine Angaben.  Der Mann wird wie folgt beschrieben: Er soll etwa 45 Jahre alt sein, eine Größe von etwa 1,80 Meter und dunkelblonde Haare haben. Eventuell gibt es Zeugen, die etwas beobachtet haben könnten – die Polizei bittet daher um Hinweise.

Die Polizei rät zu erhöhter Aufmerksamkeit. Generell wird davor gewarnt, von fremden Personen Getränke, egal welcher Art, entgegen zu nehmen. Ebenfalls werden Sicherheitsdienste und Budenbesitzer dazu aufgefordert wachsam zu sein.

 

 

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