Start Panorama Berliner U-Bahn-Schläger muß ins Gefängnis

Berliner U-Bahn-Schläger muß ins Gefängnis

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Der 18-Jährige Gymnasiast Torben B. hatte am Karsamstag im Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße einen damals 29 Jahre alten Mann niedergeschlagen. Als das Opfer hilflos am Boden lag, trat Torben B. noch mit vier wuchtigen Tritten auf den Kopf des Mannes ein. Nur durch das beherzte Eingreifen eines bayerischen Touristen konnte noch Schlimmeres verhindert werden.

Dieser brutale Übergriff stieß bundesweit auf Entsetzen. Auf Videoaufzeichnungen ist zu sehen, wie der Schläger dem Mann eine Hartplastikflasche ins Gesicht schlägt. Als das Opfer zu Boden ging und regunglos liegenblieb, trat Torben B. noch mehfach gegen den Kopf. Der heute 30-Jährige wurde mit einem Schädel-Hirn-Trauma, einer gebrochenen Nase und Prellungen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Bis heute leidet das Opfer an psychischen Folgen des brutalen Überfalls.

Der 18-Jährige soll zum Tatzeitpunkt „hemmungslos betrunken“ gewesen sein und sich an die Tritte nicht mehr erinnern können. Eine Erklärung für die Tat habe der Gymnasiast nicht – sie sei aber „durch nichts zu entschuldigen„, wie er selber sagte. Laut einem psychiatrischen Gutachten sei eine verminderte Schuldfähigkeit nicht auszuschließen.

Heute sprach das Landgericht Berlin das Urteil für die vor fünf Monaten begangene brutale Tat. Torben B. muß nun eine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verbüßen. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor vier Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf zwei Jahre auf Bewährung plädiert.

Torben B. bleibt vorläufig auf freiem Fuß – er soll zunächst das Abitur machen. Danach soll er ins Gefängnis.

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