Start Sport Biathlon: Deutsches Quartett siegt souverän bei der Mixed-Staffel

Biathlon: Deutsches Quartett siegt souverän bei der Mixed-Staffel

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Die deutsche Mannschaft startete, ebenso wie einige andere Nationen nicht mit ihren besten Athleten. Aber vielleicht war es genau diese Besetzung, die zum späteren Erfolg führte, konnten sich doch die Sportler beweisen. Und sie nutzten ihre Chance!

Mixed-Staffel – die Damen

Als erstes ging Katrin Hitzer in das Rennen. Sie lieferte sich mit der Französin Marie Laure Brunet einen spannenden Zweikampf. Kamen beide aus dem Liegendschießen ohne Fehler, so mussten beide im Stehen zwei mal nachladen.

Hitzer wechselt dicht hinter der Französin auf Magdalena Neuner. Diese lief der Französin davon, benötigte im liegend wie im stehenden Anschlag je einen Nachlader und konnte ihre Führung ausbauen, das die für Frankreich startende Sophie Boilley im liegen gleich drei mal nachladen musste und damit auf den 5. Platz abrutschte.

Mixed-Staffel – die Herren

Nun kamen die Herren. Als erster war Alexander Wolf dran, der im Einzelrennen bisher enttäuschte. Doch diesmal schien es, als ob er seine alte Form gefunden hätte. Er setzt sich an die Spitze, sein Vorsprung von 52,4 Sekunden zu Beginn schrumpfte dann allerdings ein.

Wolf benötigte im Liegen zwei und im Stehen jeweils einen Nachlader, konnte aber trotzdem seine Führung verteidigen. Der Franzose Vincent Jay führte die Franzosen mit seinen fehlerfreien Schießen wieder heran an die Podestplätze.

Wolf wechselte mit 31,8 Sekunden Vorsprung auf die bis dahin zweitplatzierten Russen an Daniel Böhm. Die Franzosen folgten mit 32,3 Sekunden Rückstand auf Deutschland.

Böhm machte es dann aber sehr spannend. Er benötigte im liegenden Schießen zwei Nachlader und im stehenden Anschlag wurde es noch spannender. Er ließ eine Scheibe stehen und auch der erste Nachlader ging daneben. Schließlich gelang es ihm mit der zweiten Ersatzpersone zu treffen – und  so ging er weiterhin als Führender auf die letzte Schleife.

Der Sieg

Das Ergebnis ist aus deutscher Sicht erfreulich: Deutschland siegte mit 27,9 Sekunden Vorsprung vor den Franzosen und den Russen, die durch die fünf Nachlader von Maxim Tchoudov den zweiten Platz einbüßten, während  Alexis Boeuf (FRA) nur eine Extrapatrone benötigte.

Nun darf dieser Sieg allerdings nicht zu hoch eingestuft werden, da einige Mannschaften ihre Spitzensportler schonten. Doch wie Eingangs gesagt, gibt dieser Sieg den Deutschen vielleicht das Selbstvertrauen zurück, um auch in den bislang eher mittelmäßigen Einzelwettkämpfen wieder zu alter Stärke zu finden.

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