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Biathlon-WM: Fourcade gewinnt vor Svendsen und Bö

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Heute begann das Verfolgungsrennen und Arnd Peiffer war von Beginn an der Gejagte, ging er doch als Erster auf die Strecke, die anderen Athleten folgten in den Zeitabständen, die sie gestern ins Ziel gebracht hatten.

Die Runden selbst waren verhältnismäßig klein,  da es vier Schießeinlagen gab. Der Franzose Martin Fourcade wurde favorisiert, da er in der Regel der Laufstärkste ist. Es würde also vermutlich vor allem aufs Schießen ankommen.

Zum ersten schießen kamen Peiffer und Fourcade gemeinsam. Beide blieben fehlerfrei und ging gemeinsam aus dem Stadion. Nun kamen die Verfolger. Andreas Birnbacher, Emil Hegle Svendsen und Tarje Bø blieben alle fehlerfrei.

Birnbacher erhielt allerdings eine 30 Sekunden Zeitstrafe, da er beim Start zu früh losgelaufen war. Seit dieser Saison sind die Läufer selbst für ihren Start verantwortlich und wer zu früh losläuft bekommt diese Strafe. Sollte jemand mehr als drei Sekunden früher Starten wird er sogar disqualifiziert.

Das zweite Liegendschiessen und noch immer waren die beiden Führenden zusammen. Peiffer reagierte vorab auf den Wind, justierte das Visier und blieb fehlerfrei, aber Fourcade  musste in die Strafrunde, er hatte nichts angepasst.

Fourcade lag zu diesem Zeitpunkt  20 Sekunden hinter Peiffer, lief jedoch sehr schnell und verkürzte den Vorsprung rasch, eine derartige Kraftanstrengung könnte sich am Ende jedoch rächen. Hintern ihm liefen Birnbacher, Svendsen und Bø.

Das dritte Schießen folge. Peiffer musste aufgrund eines Fehlers nun auch in die Runde, sein direkter Verfolger  Fourcade musste dagegen sogar zwei Runden drehen. Auch die weiteren drei Verfolger müssen je eine weitere Runde laufen. Peiffer hatte nun 30 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger.

Die Verfolger machten im weiteren Verlauf Druck, holten zehn Sekunden auf, doch wenn Peiffer fehlerfrei bliebe, könnte er es tatsächlich als Erster ins Ziel schaffen. Erneut würde das Schießen vermutlich die Vorentscheidung treffen.

Doch Peiffer hatte Pech, der letzte Schuss ging daneben. Doch nur seinem direkten Fourcade gelang es fehlerfrei zu bleiben. Peiffer lag nun lediglich acht Sekunden hinter Fourcade, er hatte also durchaus noch Chancen.

Aber Fourcade zeigte sich laufstark, der Vorsprung wuchs und nun kam auch der Norweger Tarjei Bø kam  von hinten immer näher, mit dessen Landsmann Emil Hegle Svendsen im Schlepptau. beiden gelang es an Peiffer vorbeizukommen, dennoch gab er nicht auf, es würde definitiv zu einem Zielsprint kommen.

Fourcade war nicht mehr einzuholen und gewann somit wie erwartet Gold, Svendsen gelang es noch sich abzusetzen und konnte sich so Silber sichern, Tarjei Bö ergatterte Bronze. Peiffer bleibt nur der undankbare vierte Platz.

Allerdings muss der Läufer für gewöhnlich in seinem Korridor bleiben, ein Manöver von Bø auf dem Zielsprint war zumindest fragwürdig. Eventuell wird die Jury da noch ein Machtwort sprechen.

Birnbacher (zwei Fehler) wird 6. Michael Greis (drei Fehler) 11. und Christoph Stephan (vier Fehler) kommt auf den 16. Platz.

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