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Boom der Automobilbranche


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Die Nachfrage nach Neuwagen ist unerwartet groß. So groß, dass die deutschen Hersteller wie Mercedes, VW, Audi und Opel mit der Produktion nicht rechtzeitig hinterherkommen. Die Kunden müssen längere Wartezeiten in Kauf nehmen als je zuvor.

Obwohl der Autobranche nach dem Auslaufen der Abwrackprämie ein drastischer Rückgang des Absatzes vorausgesagt wurde, ist die Nachfrage nach Neuwagen laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ derzeit so groß wie nie zuvor. Aufgrund dieses unerwarteten Booms können die Autobauer nur mit Verzögerung liefern.

Keiner hatte erwartet, dass sich die Automobilindustrie in einem solchen Tempo wieder erholen und so erfolgreich sein werde. Die Hersteller reagieren auf den plötzlichen Anstieg der Nachfrage mit Sonderschichten und dem massiven Einsatz von Leiharbeitern. Die Bestellungen überträfen bei weitem die in den Unternehmen geplante Produktion.

Eine Audi-Sprecherin bestätigt den aktuellen Zustand: Zurzeit habe das Unternehmen den höchsten Auftragsbestand aller Zeiten. Für Kunden, die einen neuen Audi A3 kaufen wollen, gäbe es beispielsweise eine derzeitige Wartezeit von fünf Monaten. Für einen VW Golf Plus würden laut Aussage des Wolfsburger Autokonzerns VW in Einzelfällen zum Beispiel über fünf Monate Wartezeit in Kauf zu nehmen sein.

Für einen Opel Zafira müssen sich Kunden auf verlängerte Lieferzeiten von bis zu einem Vierteljahr einstellen. Bei Mercedes beträgt die Lieferzeit derzeit überwiegend zwei Monate, in Einzelfällen maximal vier Monate.

Dennoch, es besteht Grund zur Freude auf Seiten der Industrie: Die Autohersteller haben annähernd das Produktionsniveau vor der Krise erreicht. Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) geht für dieses Jahr mit einem Absatz von knapp mehr als 2,9 Millionen Pkw aus. Der Rest, der schätzungsweise rund 5,45 Millionen in Deutschland produzierten Autos, gehe in den Export.

Noch im ersten Halbjahr 2010 war die Nachfrage nach Neuwagen vor allem nur in den USA, Brasilien und Asien angestiegen. In Westeuropa ging der Absatz wegen der ausgelaufenen staatlichen Anreizprogramme für Neuwagenkäufer zurück. Insgesamt verbuchte das Pkw-Geschäft im Juli ein Absatzminus von rund 18 Prozent.

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