Start Panorama Bottrop: Trauerfeier für erschossenen Bandido

Bottrop: Trauerfeier für erschossenen Bandido

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Der jüngste Todesfall in den Reihen des Bandidos MC, bei dem ein Mitglied von einem unbekannten Täter erschossen wurde, ist bislang ungeklärt (Spreadnews berichtete). Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, hat sich auch der Verdacht, dass der rivalisierende Motorradclub der Hells Angels hinter dem Mord an Bandido Hannes B.  steckt, der am Dienstagmorgen des 29. Mai in Bottrop erschossen worden war, bislang nicht erhärtet.

Doch abseits aller Konflikte zwischen den Gruppierungen, wurde am heutigen Montag der Leichnam von Hannes B. auf dem Alt-Bottroper Friedhof zu Grabe getragen. Rund 500 Trauergäste, darunter auch die Familie des Opfers geleiteten nach einer kurzen Trauerrede der Pfarrerin, die Urne des Erschossenen zur letzten Ruhestätte.

Der Sprecher des Bandidos MC erklärte, dass es Ehresache sei an den Trauerfeierlichkeiten teilzunehmen. Jeder der Zeit hätte und laufen könne, werde dabeisein.

Tatsächlich war es alles andere als ein reines Regionalereignis: Aus fast ganz Europa waren die Bandidos angereist. Neben Vertretern der deutschen Niederlassungen waren auch Mitglieder von Chartern aus Dänemark, Schweden, Norwegen und Frankreich anwesend und reihten sich mit ihren schweren Motorrädern in die Reihe jener ein, die dem Begräbnis beiwohnen wollten.

Die Bottroper Polizei hatte die Straßen zum Friedhof kurzzeitig gesperrt, damit die Bandidos zur Trauerfeier fahren konnten, ohne das es zu Verkehrsbehinderungen kam.

Trotz des warmen Wetters behielten die Mitglieder des Motorradclubs ihre Kutten an. Die gesamte Zeremonie, inklusive der Kranzniederlegung durch Mitglieder des Clubs dauerte etwa 90 Minuten – danach stiegen die Trauergäste wieder auf ihre, entlang einer Allee aufgereihten Motorräder und fuhren unter Begleitschutz der Polizei in Richtung ihrer Heimatländer davon.

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