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BP wieder in Gewinnzone

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Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko macht dem britischen Energiekonzern BP auch im dritten Quartal noch immer zu schaffen. 11,6 Milliarden Euro sind nach Vorstandschef Bob Dudley bereits für die Bekämpfung der Ölpest und die Schadensersatzzahlungen ausgegeben worden. Doch trotz dieser Zusatzbelastungen kann das Unternehmen wieder einen Gewinn verzeichnen.

Im Vergleich zur Konkurrenz hinkt BP aber weit hinterher. Der Konzern kann zum Ende des dritten Quartals einen Gewinn von 1,8 Milliarden US-Dollar verbuchen. Die Wettbewerber profitieren hingegen ordentlich von dem im Zuge der aktuellen Konjunkturerholung gestiegenen Ölpreis.

So verbuchte der britisch-niederländische Ölkonzern Shell im abgelaufenen Quartal einen bereinigten Gewinn mit einem Anstieg in Höhe von fast 90 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Der größte amerikanische Konkurrent Exxon Mobil konnte seinen Nettogewinn um 55 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar steigern.

Ohne die Ölpest-Kosten hätten beim BP-Gewinn unter dem Strich sogar 5,5 Milliarden Dollar und damit 18 Prozent mehr als im dritten Quartal 2009 zu Buche gestanden, teilte das Unternehmen am Dienstag in London mit.

Im zweiten Quartal 2010 musste der britische Energieriese aufgrund der Katastrophe in den Vereinigten Staaten noch einen Verlust in Höhe von 17 Milliarden Dollar verkraften. Für die ersten neun Monate dieses Jahres schlägt somit ein Verlust von insgesamt 9,3 Milliarden Dollar zu Buche.

Nach dem tragischen Unfall auf der Ölplattform Deepwater Horizon waren 4,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) ins Meer gelaufen. Elf Menschen starben. Insgesamt hat BP 39,9 Milliarden Dollar für die Kosten der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten einkalkuliert.

Noch ist offen, wie hoch die Schadenersatzzahlungen für BP genau ausfallen werden. Um die Kosten aufzufangen, plant der Konzern Unternehmensteile für bis zu 30 Milliarden Dollar zu verkaufen. Der Prozess mache laut Aussagen des Unternehmens gute Fortschritte, Verkäufe für 14 Milliarden Dollar stünden bereits fest. Der BP-Konzern hofft außerdem darauf, dass auch die anderen Anteilseigner des Ölfelds sich an den Kosten beteiligen werden.

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