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Cablegate-Folgen: Maßnahmen gegen Wikileaks

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US-Regierung: Die Maßnahmen der US-Regierung gegen die Veröffentlichung weiterer Dokumente aus der Cablegate-Affäre werden immer verzweifelter – und aggressiver.

So regte etwa der republikanischer US-Senator Peter King an, die moderne Standardlösung der USA zu nutzen und Wikileaks zur Terrororganisation zu erklären.

Die US-Senatoren Joe Lieberman, John Ensign und Scott Brown haben unterdessen mit dem „Shield Act“ (Securing Human Intelligence and Enforcing Lawful Dissemination) einen Gesetzesvorschlag initiiert der offiziell dem Schutz der Identität von Informanten dienen soll.

Der „Shield Act“ soll die bestehende Regelung, welche die  Weitergabe von geheim klassifizierten Dokumenten unter Strafe stellt, um den Schutz von Identitäten erweitern.

Auch soll die Veröffentlichung von internen Dokumenten mit niedriger Geheimhaltungsstufe, wie etwa das diplomatische Wikileaks-Material,  unter Strafe gestellt werden – unter Verweis auf mögliche Gefährdung der nationalen Sicherheit und den Informantenschutz.

Amazon: Nachdem Wikileaks aufgrund von massiven DDoS-Angriffen einen Teil der Cablegate-Dokumente auf einem Server des Online-Händlers Amazon ausgelagert hatte, forderte US-Senator Joe Liebermann die Löschung des Materials.

Laut Informationen des Guardian habe der Vorsitzende  des Senatsausschusses für Heimatschutz  einen Boykott von Amazon angedroht.

Amazon löschte die Wikileaks-Dokumente wenig später, bestreitet jedoch von der US-Regierung unter Druck gesetzt worden zu sein und beruft sich stattdessen auf seine Geschäftsbedingungen.

Wikileaks habe nicht das Urheberrecht an dem gehosteten Material, zudem gefährde das Material potentiell Menschenleben.

EveryDNS: Der amerikanische DNS-Provider EveryDNS kündigte Wikileaks und gab als Grund an, die wiederholten DDoS-Angriffe gegen die Whistleblowing-Plattform gefährdeten andere Kunden. Man habe Wikileaks jedoch 24h zuvor informiert.

Mittlerweile ist Wikileaks nun über die Schweizer Domain wikileaks.ch wieder verfügbar.

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