Start Panorama Chanukka 2012: Jüdisches Lichterfest beginnt

Chanukka 2012: Jüdisches Lichterfest beginnt

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Chanukkia - Chanukka-Leuchter (Grafik: pd)
Chanukkia - Chanukka-Leuchter (Grafik: pd)
Chanukkia - Chanukka-Leuchter (Grafik: pd)
Chanukka - Chanukka-Leuchter (Grafik: pd)

Der Dezember ist der Monat, der gleich für mehrere Weltreligionen von Bedeutung ist. Denn bevor die Christen am 24. Dezember das Weihnachtsfest begehen, gehen diesem zwei weitere religiöse Feiertage voraus.

Während im Mahayana-Buddhismus am 8. Dezember der „Erleuchtungstag“ des historischen Buddha gefeiert wird, feiern Juden auf der ganzen Welt im selben Monat ihr Lichterfest Chanukka.

In diesem Jahr fällt das jüdische Lichterfest auf den 9. Dezember. Da es traditionell jeweils am 25. Tag des jüdischen Kalenders im Monat Kislew (November/Dezember) begangen wird, fällt es nach dem gregorianischen Kalender jedes Jahr auf ein anderes Datum.

Am Freitag, den 7. Dezember, wurde am Pariser Platz in Berlin der riesige, sechs Meter hohe neunarmige Chanukka-Leuchter von Rabbi Shmuel Segal und anderen Rabbinern aufgestellt. Bundesweit ist der Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor der größte seiner Art.

Auch in Großbritannien (Nahe des Big Ben in London), in Amerika (vor dem Weißen Haus in Washington) in Russland (Roter Platz in Moskau) und in Frankfurt (vor der Alten Oper) werden öffentlich Chanukka-Leuchter aufgestellt.

Jüdische Familien stellen ihre Chanukka-Leuchter ins Fenster, zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jersusalem.

Das erste Chanukka-Licht wird jeweils am Vorabend bei Einbruch der Dunkelheit angezündet, sobald die ersten Sterne am Himmel zu sehen sind. Beim Anzünden werden Segenssprüche (hebräisch :Brachot) aufgesagt, Lieder gesungen und Geschichten erzählt.

Nach einer festen Regel wird acht Abende lang jeweils eine Kerze mehr angezündet. Die Regel besagt, dass es nicht erlaubt ist,  eine Kerze an einer anderen zu entzünden. Dazu bedarf es einer „Diener-Kerze“ (Schamasch) –  nur mit ihm zündet man das Kerzenlicht an. Sobald die Kerze brennt, ruht jede Arbeit. Die festliche Beleuchtung dient ausschließlich der Betrachtung  – die Kerzen dürfen keinen praktischen Nutzen haben.

Chanukka ist ein fröhliches und häusliches Fest. Familien und Freunde treffen sich zum Chanukkalieder singen und bekommen jüdische Spezialitäten, wie „Sufganiot“ (in Öl gebackene Speisen) und „Latkes“ (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus und Sahne gereicht.

Kinder erhalten Süßigkeiten, kleine Geschenke und Geld zum Chanukka-Fest und sie werden angehalten, ein Teil des Geldes für karitative Zwecke zu spenden. Beliebt ist bei Kindern auch das Spiel mit dem Dreidel (Kreisel). Dort steht auf jeder Dreidelseite ein hebräisches Schriftzeichen, die zusammen eine Abkürzung des Satzes „Dort/Hier geschah ein großes Wunder“ bilden.

Für Bewohner der deutschen Hauptstadt interessant: Chanukka wird im Jüdischen Bildungszentrum Chabad in Berlin, Münstersche Straße, mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen begangen.

Chanukka Sameach – Fröhliches Lichterfest !

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