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Chanukka 2013: Ein besonderes Lichterfest

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Artikelbild: Happy Chanukka (Grafik: pd)
Frohes Chanukka (Grafik: pd)

Am Mittwochabend beginnt das achttägige jüdische Lichterfest Chanukka. Der wohl größte Chanukka-Leuchter steht im Hafen in Tel Aviv und wird jährlich von Einheimischen und Touristen bewundert.

Der mit sechs Metern größte Leuchter in Europa steht in Berlin am Brandenburger Tor.  Auch in dieser Stadt wird am 27. November das erste Licht an der Chanukkia angezündet.

Jüdischer Chanukka-Leuchter (Foto: pd)
Jüdischer Chanukka-Leuchter (Foto: pd)

Nach einem festgelegten Ritual wird zuerst die in der Mitte des neunarmigen Leuchters befindliche Kerze entzündet. Diese Kerze wird als Schamasch, oder „Diener“ bezeichnet.

Abend für Abend wird mit dem „Diener“ und den dazugehörigen Segenssprüchen (hebräisch: Brachot) die nächste Kerze entzündet, bis alle acht Lichter brennen. Sobald die erste Kerze brennt, ruht jegliche Arbeit.

Die festliche Beleuchtung dient dabei ausschließlich der Betrachtung – die Kerzen dürfen keinen praktischen Nutzen haben.

Traditionellerweise wird nach dem Anzünden das Lied „Maos Zur“ gesungen. In vielen jüdischen Haushalten werden Chanukka-Leuchter in die Fenster gestellt, zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem.

Der gegenseitige Austausch von Geschenken, oder das Beschenken der Kinder hat dem Fest die manchmal genutzte irrtümliche Bezeichnung eines „jüdischen Weihnachten“ eingebracht.

Kinder, die Geldgeschenke erhalten werden dazu angehalten, ein Teil des Geldes für karitative Zwecke zu spenden.

Chanukka ist, trotz des religiösen Charakters ein fröhliches und häusliches Fest. Freunde und Familie kommen zusammen um Chanukka-Lieder zu singen und jüdische Spezialitäten, wie „Sufganiot„, in Öl gebackene Speisen, oder „Latkes„, Kartoffelpuffer mit Sahne und Apfelmus, zu essen.

In diesem Jahr hat das Fest zudem eine Besonderheit – es istThanksgivukkah – sowohl das jüdische Fest, als auch das Thanksgiving fallen auf den selben Tag.

Wer nun meint, dies wäre nicht ungewöhnlich, schließlich gebe es immer wieder Überschneidungen von Feiertagen, hat damit Recht – und kann seine Einwände in 79.811 Jahren wieder äußern. Dann ist es nämlich wieder soweit. Für den Normalsterblichen dürfte dies also eine einmalige Gelegenheit sein, Besinnlichkeit, Dankbarkeit und Frohsinn miteinander zu verbinden.

Chanukka Sameach – Fröhliches Lichterfest !

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