Start Wirtschaft China unter Verdacht im Renault Spionagefall

China unter Verdacht im Renault Spionagefall

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Im Fall der Industriespionage beim französischen Autohersteller Renault verhärtet sich der Verdacht, dass die Volksrepublik China in den Skandal verwickelt ist. Einem Bericht der französischen Zeitung „Le Figaro“ zufolge verdächtigt Renault einen chinesischen Hintermann. Auch die französischen Geheimdienste halten die Verwicklung Chinas für sehr wahrscheinlich, so die Zeitung.

Am Montag hatte Renault bekannt gegeben, dass das Unternehmen drei Top-Manager suspendiert habe. Grund: Es bestünde der Verdacht der Industriespionage. Nach monatelangen internen Ermittlungen hatte sich herausgestellt, dass die drei Führungskräfte Insider-Informationen über die Architektur der von Renault entwickelten Elektroautos, ihre Kosten und ihr Geschäftsmodell an Dritte verkauft haben.

Die Elektroautos sind das Vorzeigeprojekt Renaults schlechthin. Der Autobauer hatte gemeinsam mit dem japanischen Partner Nissan vier Mrd. Euro in die Entwicklung der strombetriebenen E-Autos investiert. Ganz besonders auf die Entwicklung der Batterie ist der Autobauer stolz.

Denn Renault sieht in der Produktion dieser Fahrzeuge die Zukunft am Automarkt Frankreichs und geht davon aus, dass der Verkauf der E-Mobile bis zum Jahre 2020 zehn Prozent der heimischen Marktanteile ausmachen könnte. Geplant ist, dass  der französische Automobilkonzern noch Mitte dieses Jahres zwei Modelle mit Elektromotoren auf den Markt bringen wird.

Zwar befürchtet Renault, seine Vorreiterrolle bei der Produktion von strombetriebenen Autos sei in Gefahr, doch habe die Industriespionage-Affäre nur einen begrenzten Schaden für das Unternehmen gebracht. Dies teilte das Management der französischen Zeitung „Le Monde“ mit. Demnach seien keine strategisch wichtigen Informationen an Dritte weitergegeben worden.

Dennoch, die drei der Spionage verdächtigen Renault-Manager sollen nun bald entlassen werden und der Autobauer will Strafanzeige erstatten. Der französische Geheimdienst wird nun weiterhin die Spur verfolgen, die nach China führt.

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