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Dalai Lama will Regierungsamt niederlegen

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Das politische Oberhaupt und die bedeutende geistliche Autorität der Tibeter „Seine Heiligkeit“ der 14. Dalai Lama gab am Donnerstag bekannt, dass auch die tibetische Exilregierung eine demokratisch geführte Führung erhalten soll.

Der Dalai Lama will daher seine politische Führungsrolle niederlegen. Seine künftige Position soll sich auf die Funktion eines hochrangigen buddhistischen Lehrers beschränken.

Die Führung der Volksrepublik China spricht diesbezüglich von einem „Trick“.

Im indischen Dharamsala, Sitz der tibetischen Exilregierung, will der Dalai Lama am Montag in der beginnenden Sitzung entsprechende Änderungen an der bisher geltenden Exil-Verfassung vorschlagen. Seine bisherigen politischen Befugnisse sollen an einen demokratisch gewählten „Führer“, oder an das Kabinett übergehen.

Jahrestag als Gelegenheit zur Neuorientierung

Diesen Schritt teilte der Dalai Lama am 52. Jahrestag des Volksaufstandes der Tibeter 1959 gegen die chinesische Besatzung ihrer Heimat mit. Die chinesische Regierung riegelte wegen befürchteter Unruhen am Jahrestag, Tibet ab (spreadnews berichtete).

Der 75-Jährige Friedensnobelpreisträger sagte:“Mein Wunsch, die politische Führung abzugeben, bedeutet nicht, dass ich mich meiner Verantwortung entziehen möchte. Es geht um das Wohl der Tibeter. Ich fühle mich keineswegs entmutigt„.

Schon in den 1960er Jahren hat der Dalai Lama immer wieder betont, dass die Tibeter einen vom Volk frei gewählten „Führer“ benötigen, dem er seine politische Macht übergeben könne.

Seine Rolle als geistliche Autorität wolle der Dalai Lama nach eigenen Angaben weiterhin führen und sich nach wie vor für die  Sache der Tibeter einsetzen.

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