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Das Geld liegt auf der Straße!

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Seit geraumer Zeit diskutieren die Entsorgungsbetriebe in Deutschland darüber, ob Altpapier als Abfall bezeichnet werden solle. Ein Berliner Unternehmen nennt Altpapier einen wertvollen Rohstoff und recycled Sekundärrohstoffe. Millionen Tonnen Altpapier fallen in Deutschland jährlich an. Ein Großteil dieses Papiers wird durch regionale und überregionale Recyclingunternehmen erfasst. Nach wie vor wandern aber immer noch große Mengen an Altpapier in die Verbrennung, weil die Sortierung in den Haushalten nicht immer funktioniert.

Die Papierbank bietet jedem Privatmann, Schulen und Kitas sowie Unternehmen die Möglichkeit, einen individuellen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und gleichzeitig davon zu profitieren, indem gesammelte Recyclingwertstoffe vergütet werden. Alle gesammelten Wertstoffe würden zu 100% in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die Papierbank ist die Schaltstelle zwischen der Papierindustrie und den privaten und gewerblichen Kunden. Jeder Beitrag zum Umweltschutz ist wichtig und wird von der Papierbank belohnt.

Und so funktioniert es: Ähnlich wie bei einer richtigen Bank, haben alle Interssierten die Möglichkeit ein Papierkonto zu eröffnen, indem sie einfach bei der Papierbank anrufen und sich eine Kundennummer geben lassen.Nun können Kunden ihre Papierabfälle sammeln und diese statt in den Hausmüll zu werfen bei einer der Filialen abgeben. Derzeit gibt es über 50 Abgabestellen in elf Bundesländern, weitere sind in Planung.Kleinmengen können in Paketen verschnürt werden. Es können grundsätzlich alle Papierarten abgegeben werden – ob Tageszeitungen, Kataloge, Telefonbücher, Büropapiere, Pappen oder Kartone. Der Kunde schreibt seine Kundennummer sichtbar auf das Paket und wirft dieses in die bereitgestellten Papierbank-Behälter in seiner Nähe.
Die Behälter werden von der Papierbank abgeholt und alle enthaltenen Papiere und Pakete gewogen. Hierbei wird die Qualität des Papieres unterschieden. Für bereits sortieren Rohstoff gibt es eine Belohnungsvergütung. Der Kunde erhält für sein eingespartes Papier eine Gutschrift auf sein Kundenkonto in Abhängigkeit vom Gewicht und dem aktuellen Handelspreis. Die Höhe der Gutschrift für das Papier wird einmal im Monat festgestellt und kann bei jeder Filiale der Papierbank oder in der Zentrale erfragt werden. Größere Mengen können bei Hauptannahmestellen der Papierbank abgegeben werden. In Fällen von kontinuierlich anfallenden Papierabfällen, kann die Papierbank auch kundenspezifische Lösungen schaffen und beispielsweise Behälter vor Ort zur Verfügung stellen.So geschieht dies zum Beispiel in vielen Berliner KiTas und Schulen. Die eingelieferten Papiermengen werden gewogen, gesammelt,sortiert und aufbereitet und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt. Jeder Kunde, der Papier eingeliefert hat, erhält eine Gutschrift auf seinem Kundenkonto entsprechend dem Gewicht der abgegebenen Papiere. Nach Erhalt der Gutschrift hat der Kunde die Möglichkeit sich den angesparten Betrag auszahlen oder auf ein normales Bankkonto überweisen zu lassen. Die Beträge können ab einem Guthaben von 10,00 Euro überwiesen werden. Die Preise für das Papier schwanken täglich, befinden sich in einer Spanne von 1 – 6 Cent je Kilogramm.

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