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Demografischer Wandel mit Konsequenzen für den Arbeitsmarkt

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Die Deutschen werden immer älter. Um den Nachwuchs ist es bekanntermaßen leider auch nicht all zu üppig bestellt. Die deutsche Bevölkerung schrumpft. Diese demografische Entwicklung wirkt sich drastisch auf die deutsche Wirtschaft aus. Denn dieser gehen laut eines aktuellen Demografieberichts ohne Zuwanderung auf lange Sicht die Arbeitskräfte aus.

Der Demografiebericht wird von der Bundesregierung im Herbst dieses Jahres veröffentlicht werden. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte vorab einen Entwurf dessen vorgestellt.

Bis zum Jahr 2050, so der Demografiebericht, halbiert sich die Anzahl der in Deutschland lebenden Erwerbstätigen. Derzeit sind hierzulande rund 50 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter. Nach Einschätzungen der Bundesregierung könnte sich diese Anzahl in den kommenden Jahren bis 2050 auf 26,5 Millionen reduzieren.

Die Lage sei nach Angaben des Berichts so dramatisch, dass pro Jahr eine halbe Million Einwanderer von Nöten sei, um den deutschen Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten. Die Anzahl der zu vergebenden Jobs wird in Zukunft weiterhin rasant zunehmen. Den wichtigsten Grund sieht die Bundesregierung darin, dass immer weniger Erwerbstätige in Deutschland leben.

In der Vorabversion des Berichts wird explizit davor gewarnt, wie fatal die Auswirkungen der demografischen Entwicklung Deutschlands auf das Wirtschaftswachstum seien. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung gehen die Experten von einem zunehmenden Konkurrenzkampf der Unternehmen, Konzerne und Betriebe um die Bewerber aus.

Auch werden klare Zahlen genannt. So heißt es in dem Bericht, dass sich die Anzahl der Erwerbsfähigen bis 2050 auf 39 Millionen reduzieren würden, selbst wenn ab 2020 jedes Jahr 200.000 Menschen nach Deutschland einwanderten. Um den deutschen Arbeitsmarkt auf dem Stand von 2004 zu halten, bräuchte unser Land pro Jahr zwischen 300.000 und 500.000 Zuwanderer.

Gezielt wird in dem Bericht deshalb davon gesprochen, dass eine definierte Zuwanderungssteuerung für Deutschlands Wirtschaft enorm wichtig sei, um im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.Anzeige

Doch zu diesem Thema herrscht in der Koalition derzeit noch Uneinigkeit. Die Union ist in der Mehrzahl gegen eine gesteuerte Zuwanderungspolitik zur Belebung des deutschen Arbeitsmarktes. Die FDP dagegen hat sich schon seit langem für die Umsetzung solcher Maßnahmen ausgesprochen. Im kommenden Jahr, so heißt es laut „Focus“, wolle die Bundesregierung eine „Demografie-Strategie“ präsentieren.

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