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Der Herzinfarkt – jede Minute zählt

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Ein Herzinfarkt ist immer lebensbedrohlich und führt zum Tod, wenn nicht sofort gehandelt wird. Oft entscheiden nur Minuten über Leben und Sterben. Der bekannte Produzent Bernd Eichinger ist  erst gestern an einem Herzinfarkt gestorben.

Symptome die länger als fünf Minuten dauern,  wie beklemmender Schmerz in der Brustmitte. Ausstrahlen des Schmerzes in den Kiefer, zum Hals, meist zum linken Arm, zum Schulterblatt, oder in den oberen Bauchbereich, deuten auf einen Herzinfarkt hin. Bei dem Betroffenen tritt Todesangst auf.

Zu den fortschreitenden Symptomen gehört eine fahle, blasse Farbe des Gesichts, sowie oft die Bildung von kaltem Schweiß auf der Stirn. Der betroffene Mensch empfindet eine Engegefühl mit heftigem Druck in der Brust, hat Brennen im Brustkorb und Atemnot. Übelkeit mit Brechreiz können ebenfalls auftreten.

Hinzu kommt ein Schwächegefühl, dass sich dann bis zur Bewusstlosigkeit steigern kann. In diesem Fall gilt es, sofort den Notarzt alarmieren denn alle lebensrettenden Instrumente finden sich im NAW (Notarztwagen).

Bevor der Notarzt eintrifft, sollten von einer der anwesenden Personen sofort erste Rettungsmaßnahmen ergriffen werden, denn jede Minute zählt.

1.) Lagerung einer Person die ansprechbar ist: Ist der Betroffene bei Bewusstsein, Oberkörper hochlagern und Kleidung lockern (obere Hemdknöpfe, Schal u.s.w ) und vor allem, Ruhe bewahren. Dies gilt für den Erstretter genau so wie auch für den Patienten. Falsch wäre eine Hochlagerung der Beine, wie sie oft bei Kreislaufbeschwerden angewendet wird.

2) Beginn der Druckmassage: Sollte die Atmung aussetzen, sofort mit der Druckmassage beginnen. Dabei beachten, das der Betroffene auf eine harte Unterlage (Fußboden) gelegt wird, da auf einem weichen Untergrund die Wiederbelebungsmaßnahmen  keinerlei Wirkung haben.

Durchführung und Rhythmus: Bei der Reanimation ist bei Rettungskräften ein Wechsel von Kompression des Brustkorbs und der Beatmung der Person auf einem Level von 30:2 Standard.

Genau heißt das: 30x Druckmassage und 2x beatmen. Beim Beatmen muss darauf geachtet werden, dass der Kopf in den Nacken überstreckt wird um die Atemwege frei zu halten.

Statistisches zum Herzinfarkt: Pro Jahr erleiden in Deutschland etwa 300.000 Menschen einen Herzinfarkt. Rund 190.000 Menschen sterben noch vor der Einlieferung in die Klinik, oder kurz danach im Krankenhaus.

Nach einer Statistik werden in Amerika 85% aller Herzinfarkt-Patienten gerettet, weil sehr schnelle Hilfe, vor allem durch Erstretter vor Ort war.

In Deutschland sind es nur 28% die einen Infarkt überleben, weil Symptome nicht richtig erkannt werden, oder weil man sich nicht traut „Erste Hilfe“ zu leisten. Hier besteht noch enormer Handlungsbedarf.

Automatische „Laiendefibrillatoren“: Mittlerweile stehen auf Flughäfen, Bahnhöfen und in Verwaltungsgebäuden Geräte zur Verfügung, die im Notfall benutzt werden sollen. Die Handhabung der „AED“ genannten Defibrillatoren  ist auch für medizinische Laien im Notfall einfach, da die Anwendung automatisch erklärt wird.

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