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Deutsche Domains mit Sonderzeichen „ß“ möglich

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Bei Überlegungen zur Wahl eines Domainnamens müssen zahlreiche Regeln berücksichtigt werden und so galt bislang auch ein Verbot für die Verwendung des „scharfen S“ bei Webadressen. Diese Beschränkung ist heute gefallen.

Wie die DENIC (Deutsches Network Information Center) als oberste Autorität bei der Vergabe deutscher Top-Level-Domains (TLD) heute erklärte, wird es ab dem 16. November 2010 für alle Kunden möglich sein, .de Domains mit „ß“ im Namen zu registrieren.

Bereits ab heute können jedoch Inhaber einer Domain die lediglich aus Berücksichtigung der bisher geltenden Regelung mit doppeltem „s“ folgend registriert worden war, auch eine weitere Domain mit „ß“ wählen.

Um Konflikte zu vermeiden werden im Zeitraum bis zum 16. November alle anderen Registrierunsgesuche abgewiesen.

Ab dem 16.11.2010 kann dann jeder,  der Interesse daran hat, eine deutsche „ß“ Domain nach Wunsch registrieren

Problematisch kann die Neuregelung nicht nur wegen Streitigkeiten um namensähnliche Domains werden, auch die technische Umsetzung könnte schwierig verlaufen.

So kann es noch dauern, bis alle Online-Anwendungen wie E-Mails oder Browser mit den neuen Domainnamen umgehen können und die Nutzung von „ß“ unterstützen.

Dies ist umso wichtiger,  da es sich in Zukunft  bei „straße.de“ und „strasse.de“ um zwei unterschiedliche Domains und somit auch möglicherweise unterschiedlichen Webangebote handelt.

Wie auch bereits bei der Einführung von anderen ungewöhnlichen Domainnamen etwa in arabischer Schrift, sehen auch hier Kritiker eher eine Ausgrenzung von Internetnutzern aus Ländern, in denen das Sonderzeichen nicht zum Standard-Tastaturlayout gehört.

Sicherheitsbedenken, durch bewusst namensähnlich gewählte Namen wie ebay.de und eßay.de könnten Online-Kriminelle versuchen, Benutzer auf manipulierte Webseiten zu locken, gab es ebenfalls.