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Deutschland feiert seine Wiedervereinigung

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Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls wurde am gestrigen Sonntag in der gesamten Bundesrepublik gefeiert. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer und Ost- und West-Berlin waren wieder vereint. 28 Jahre lang galt die Mauer als Grenze zwischen Ost und West und wurde zum Symbol des Kalten Krieges, der zwischen den Westmächten unter Führung der USA und den Ostmächten mit sowjetischer Führung herrschte.

Im Osten der heutigen Bundesrepublik wurde unter dem sozialistischen Regime Erich Honeckers die Deutsche Demokratische Republik gebildet. Firmen wurden verstaatlicht, westlicher Einfluss strengsten untersagt und man hatte sich an die Vorgaben der Partei zu halten. Die Grenzposten der DDR hatten den Schießbefehl, sollten sich Bewohner unrechtens über die Grenze gen Westen aufmachen. Man geht in der Zeit der Mauer von etwa 245 Todesopfern aus.

In Gedenken an diese Opfer und aus Freude über die wiedergewonnene Freiheit wird seit 20 Jahren der 3. Oktober als Feiertag der deutschen Einheit genutzt. In allen Städten Deutschlands – allen voran in der Hauptstadt – gibt es Veranstaltungen und Festlichkeiten. Auch dieses Jahr fand wieder ein großes Open Air Konzert auf einer Bühne vor dem Brandenburger Tor statt. Ein historischer Moment, denn hier kamen vor 20 Jahren die ersten Trabanten aus dem Osten durch die sich auflösende Mauer in den Westen gefahren. Der Jubel und die Menschenmassen sind bis heute nicht weniger geworden.

Dennoch hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Die Annäherung Ost und West dauert länger an, als der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl es sich gewünscht hatte. Die Kluft zwischen Ost und West scheint noch immer nicht richtig überwunden.

Viele Deutsche, die im ehemaligen Osten zur Zeit der Mauer gelebt und gearbeitet haben, wünschen sich diese guten wirtschaftlichen Zeiten zurück. Durch die starke Kontrolle des Staates gab es so gut wie keine Arbeitslosigkeit, die Wirtschaft blühte. Da kann auch der noch immer von Steuerzahlern übernommene Solidaritätsbeitrag zum Aufbau Ost nicht viel Abhilfe leisten.