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Die aktuelle Lage in Japan

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Flagge Japans
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Drittes japanisches AKW von Kernschmelze bedroht

In nun drei Atomkraftwerken in Japan gibt es erhebliche Probleme mit den Reaktoren. In den zwölf Kilometer voneinander entfernten AKWs Fukushima Daiichi und Fukushima Daini ist die Lage kaum noch zu kontrollieren.

In Fukushima Daiichi ist es scheinbar bereits zu mindestens einer Kernschmelze gekommen. Im Atomkraftwerk Fukushima Daini gibt es nun ebenfalls erhebliche Probleme mit der Kühlung. Der Druck in von drei Reaktoren sei bedrohlich angestiegen.

Im AKW Tokai ist das Kühlsystem teilweise ausgefallen, von drei Generatoren die für Kühlung sorgen sollen, sind zwei ausgefallen. Das Atomkraftwerk Tokai liegt nur 120km von Tokyo entfernt und hatte sich beim Erdbeben am Freitag automatisch abgeschaltet. Auch hier scheinen die Notsysteme nicht ordentlich zu funktionieren.

Vulkanausbruch

Der rund tausend Kilometer vom Erdbebengebiet entfernt liegende Vulkan Shinmoedake, im Südwesten Japans gelegen, spuckt Asche und Gestein hoch in die Luft. Die vulkanische Asche sei dabei bis in eine Höhe von 4.000 Metern gelangt.

Notlager eingerichtet

Zwischenzeitlich wurden 1400 Notlager in fünf Präfekturen eingerichtet. Informationen aus der Rede des Premierministers zufolge, sind neben 100.000 Truppen der Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) auch 2500 Polizeiteams, mehr als 1100 Rettungsdienstkräfte und 200 Medizinische Teams im Einsatz.

Wirtschaftliche Folgen

Im herrschenden Chaos kann niemand genau absehen, wie es um den Zustand von Infrastruktur und Energieversorgung steht. Zerstörte Straßen, blockierte Schienen und beschädigte Seehäfen in der Katastrophenregion erschweren oder verhindern den logistischen Ablauf der Produktionsketten. Und auch der Stromausfall hat zum Stillstand der Fertigungsbänder geführt.

Die Ausfälle in der Autoproduktion werden sich stark bemerkbar machen, ist die japanische Wirtschaft doch sehr vom Export aus der Autoindustrie abhängig. Doch auch andere japanische Unternehmen sind von den Auswirkungen des Bebens betroffen. So meldete der Elektronikkonzern Sony, dass er sechs Werke, die sich in dem nordöstlichen Gebiet Japans befinden, vorläufig schließen musste.

Auch der Rohstoffmarkt ließ erkennen, dass die Ausmaße und wirtschaftlichen Folgen dieser Naturkatastrophe erheblich sind. Zum ersten Mal seit den Unruhen in der arabischen Welt ist der Ölpreis gesunken. Als Grund ist die Tatsache zu nennen, dass Japan nach China und den USA der weltweit drittgrößte Verbraucher von Rohstoffen ist.

11 KOMMENTARE

  1. Es ist nurnoch wahnsinn wie kann die menschheit so dumm sein? wir vernichten uns irgendwann selber mit so scheiss akw…
    und di Grünen haben was dagegen wen man irgedwo ein staudamm bauen will.. es passe nicht in die natur??!! was soll das aber solche scheisse ist denen egal?

    • …das war mal die Flagge Japans…die Menschheit ist echt bedauernswert…Es gibt schon lange die Möglichkeit Solarkraftwerke in Sahara zu bauen, die die ganze Welt locker mit Strom versorgen könnten, aber neeee, das würde ja kein Gewinn abwerfen!-So wat brauchen „wir“ nicht!…

      • photovoltaikanlagen haben keine neutrale klimabilanz!

        die kostenbilanz ist im idealfall für den anwender im privathaushalt nach 20 jahren störungsfreiem betrieb gegeben, aber auch nur weil der staat dort subventioniert.

        wasserkraftwerken gehört die zukunft. finnland produziert so mehr strom als es verbraucht.

        „in sahara“ reicht schon um den bildungsstand zu verdeutlichen.

    • Dann solltest Du mal die Programme der GRÜNEN besser lesen.
      Der ATOMAUSSTIEG ist schon immer unsere Devise gewesen. Leider wurde er unter Kanzler Schröder nicht „unumkehrbar“ gemacht.

      Stauseen zerstören ganze Landschaften.

      Wenn aber nur 1/3 aller nach Süden ausgerichteten Dächer in Deutschland mit Fotovoltaik-Anlagen ausgestattet würden, wäre DEUTSCHLAND energieautark.

      Und mit Solarparks in südlichen Ländern – bis hin zur Sahara – würden Europa und ganze Kontingente mit sauberem Strom versorgen.

      Auch das Repowering alter WKA (Windkraftanlagen) hat enorme Potentiale.

      • Es wird immer noch zwischen grundlast- und spitzenlastkraftwerken unterschieden. bitte mal über den grund nachdenken und über die möglichkeiten mit hilfe von solarkraft etc. die wirtschaft eines landes unserer größe am laufen zu lassen. kaufen wir strom aus dem ausland ein, weil wir die grundlast nicht abdecken können, kommt dieser strom mit sicherheit aus weniger sicheren kraftwerken als es die standards in deutschland vorgeben. die lösung, wenn auch schmerzhaft, wegen der umweltbilanz ist die reaktivierung von kohlekraftwerken. aber bei den grünen kommt ja der strom zuhause aus der wand und wie bereits von anderen hier erklärt, die umweltbilanz bei der herstellung von solarzellen ist auch nicht zu verachten.
        atomstrom ist keine alternative, keine frage. aber die abschaltung der grundlastkraftwerke kommt einem wirtschaftlichen supergau gleich.
        politiker trauen sich bei ihrer macht, leider viel zu viel zu.

  2. In sahara… Man sollte nicht mit Begriffen und Ideeen um sich werfen wenn man keine Ahnung hat. Ich selbst habe nicht viel Ahnung wie sehr ein Solarkraftwerk in der Sahara von Nutzen sein könnte.
    Fakt ist, dass Japan mächtig in der Scheisse steckt. In diesem Artikel steht, dass die Notsysteme der genannten Atomzentralen nicht korrekt funktioniert haben. Das ist für mich ein Zeichen von Nachlässigkeit und es passt perfekt in dieses Kapitalistische Regierungsbild. Wissen wir nicht bereits seit Tchernobyl wie die Verherenden Folgen von Unfällen in AKWs aussehen?
    Hauptsache so viel Strom produzieren wie nur irgendwie möglich, und schön bei der Sicherheit sparen.
    Ich will es nicht gleich als Eigenverschuldung abstempeln, ein Beben der Stärke 8,9 hatte niemand erwartet, doch nun haben sie die Scheisse, und es bleibt abzuwarten, wie es jetzt weitergeht.
    Atomare Gefahr, Vulkanausbruchrisiko, fast keine Infrastruktur mehr, von Export gar nicht erst reden…
    Wir können eigentlich bloss alle beten dass es nicht noch schlimmer wird, als es schon ist.

    • Ich würde nicht sagen, dass an der Sicherheit gesparrt wurde. Die AKWs wurden für Erdbeben bis 8,0 ausgelegt. Es wurde so politisch beschlossen. Wie Sie schon sagen mit einem Beben der Stärke 8,9 konnte keiner rechnen.

  3. Ich finde das sehr dramatisch was da in Japan passiert ist.
    Ich fieber mit das alles wieder so wird wie voher, und das keine bleibenden Schäden bleiben.
    Auch an die die ich kenne.
    ;*

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