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Die atomare Gefahr: Hiroshima ist keine Vergangenheit

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Der Kenotaph in Hiroshima (Foto: pd)
Der Kenotaph im Friedenspark von Hiroshima (Foto: pd)
Der Kenotaph in Hiroshima
Der Kenotaph in Hiroshima

Angesichts des Begriffs der „atomaren Katastrophe“ mit der vor allem der Name des AKW Fukushima aktuell verbunden wird, sollte nicht vergessen werden, dass es sich um ein Unglück handelt, das sich bei der vermeintlich friedlichen Nutzung der Atomenergie in Japan ereignete. Und auch das Datum des 11. März 2011, als der Tag an dem ein Erdbeben und ein Tsunami den Zwischenfall auslöste, ist noch in den Köpfen vieler Menschen präsent.

Was ist aber mit dem 6. August 1945, als Japan nach langer kriegerischer Auseinandersetung schließlich das Opfer der ersten Atombombe in der Geschichte der Menschheit wurde? Ist uns das Datum ebenso bewusst und geistig präsent? Fragen Sie einmal ihre Bekannten.

Immer wenn die Medien davon berichten, ein Staat der als politisch instabil betrachtet wird, wie etwa Pakistan, verfüge über Atomwaffen beschleicht so manchen ein ungutes Gefühl, vielleicht sogar ein Gefühl von Angst vor der atomaren Bedrohung.

Doch selbst mit dieser Angst haben wir etwas jenen Menschen voraus, die an diesem 6.

6. August 1945 - Der Atompilz über Hiroshima
6. August 1945 - Der Atompilz über Hiroshima

August 1945 starben, oder Angehörige verloren. Die Bürger der Stadt Hiroshima dachten in diesem Moment sicher alles mögliche und waren angesichts des Pazifikkrieges auf einiges vorbereitet – dass um  8:16 Ortszeit eine Atombombe über ihrer Stadt explodieren und auf einen Schlag 70.000 bis 80.000 Menschen töten würde, war jedoch unvorstellbar.

Mancher mag sagen, das ist Geschichte und ebenso wie der Abwurf der zweiten Bombe auf Nagasaki nur zwei Tage später, am 8. August 1945 längst ein abstraktes Ereignis – eine Mahnung vielleicht an künftige Generationen, aber eben nur eine traurige Lektion der Geschichte. Doch:

Hiroshima ist überall

Überall dort wo Atome gespalten, Kernkraftwerke stehen und Atomwaffen lagern ist ein neues Hiroshima präsent. Eine Bedrohung für die Existenz aller Lebewesen auf diesem Planeten. Und deshalb sollten hier und jetzt, an diesem 6. August 2011 unsere Taten nicht nur auf den betretenen Blick auf den Fernsehschirm oder das leichte Gruseln beschränken.

Nicht nur die Arbeiter in Fukushima sind lebende Zeugen für die schreckliche Macht der Atomenergie, sondern auch jene Hibakusha – die Zeitzeugen welche den Abwurf erlebten – sind eine Verpflichtung an jeden moralisch denkenden Menschen aufzustehen und zu handeln.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Samstag – machen Sie etwas aus Ihm

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