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Die Dokumente der Cablegate-Affäre

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Die Dokumente der Cablegate-Affäre (die Wortherkunft bzw. die Bedeutung ergibt sich aus dem Begriff „kabeln“ (telegrafieren) und der Watergate-Affäre in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts) haben  für Aufregung gesorgt.

Spreadnews hat sich die Herkunft und die Umstände der Veröffentlichung einmal angesehen.

Vor der Veröffentlichung: Durch eine  DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) war die Wikileaks-Webseite zeitweise nicht erreichbar. Die Veröffentlichung der Dokumente wurde hierdurch nicht behindert.

Herkunft:
Nach einer ersten Einschätzung der US-Regierung könnte zumindest ein Teil der als geheim klassifizierten Dokumente aus dem Computersystem des amerikanischen Außenministeriums stammen und dort gestohlen worden sein.

Der amerikanische Ex-Botschafter John Kornblum, erklärte in einem Interview, die Dokumente stammten  offensichtlich von einem offiziellen Internet-Netzwerk der US-Regierung, zu dem 2,5 Millionen Menschen Zugang hätten.

Nach Angaben des Spiegel stamme das meiste Material aus den US-Vertretungen  in Ankara und Bagdad,  insgesamt 1719 der bislang veröffentlichten Berichten sollen aus der deutschen US-Botschaft in Berlin stammen

Umfang: Insgesamt soll es sich um mehr als 250.000 Datensätze handeln, von denen bislang lediglich nur 219 veröffentlicht wurden.

Geheimhaltung: Lediglich sechs Prozent des bisher verfügbaren Materials sind als „geheim“ klassifiziert, 40 Prozent hätten den Status „vertraulich“, so Informationen des Spiegel.

Verhandlungsangebot: Im Voraus habe Wikileaks angekündigt, man sei zu Gesprächen mit der US-Regierung bereit und gewillt Namen von Personen zu streichen, falls diese andernfalls gefährdet wären. Die USA lehnten dies ab.

Man werde sich nicht an  „Verhandlungen über die Verbreitung illegal erworbener Geheimberichte der US-Regierung beteiligen“

Veröffentlichung: Wie bereits beim spektakulären Irak-Leak hat Wikileaks nicht alle Dokumente sofort veröffentlicht und begründet dies mit der vermehrten Aufmerksamkeit für die einzelnen Informationen, während Kritiker als Grund die Selbstdarstellung des Portals nennen.

Es werde Medien jedoch möglich sein, sich bereits vorab um den vollständigen Datensatz bewerben, Einzelheiten hierzu würden folgen.

Die Berichterstattung erfolgte zeitgleich im Internet durch den „Spiegel“ und die „New York Times“, den englischen „Guardian“,  die „Le Monde“ (Frankreich) sowie „El País“ (Spanien).

Zensur durch die Medien: Unter anderem gaben sowohl der Spiegel als auch die New York Times an, man habe Teile der Informationen vor der Veröffentlichung gefiltert.  Die Times erklärte, man schütze die „nationalen Sicherheit“ und „vertrauliche Informanten“.

Nach Vorlage bei den US-Behörden seien dann deren Hinweise zum Teil in der öffentlichen Berichterstattung der fertigen Artikel berücksichtigt worden.

Folgen: Umfang und Art der Folgen können aktuell noch nicht fest gemacht werden. Ursache ist sowohl die Unvollständigkeit des Materials,  als auch die hohe Komplexität der Inhalte. So vermischen sich etwa Anmerkungen zu Einzelpersonen mit politischen Einschätzungen.

Die vereinigten Staaten behaupten,  durch die Veröffentlichung würden zahlreiche Menschenleben gefährdet.

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