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Die letzten Stunden im Castor-Kampf

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Die Polizei im Wendland hatte die ganze Nacht hindurch ordentlich zu arbeiten: Um den Zug mit den Castorbehältern morgens weiterfahren zu lassen, wurden die Gleise geräumt. Heute morgen um 8.15 Uhr war es dann soweit: Gleise frei, der Zug setzte sich in Bewegung. Laut Angaben der Demonstranten werden die weiteren Blockade-Aktionen nun auf die Straße verlagert.

Seit 9.30 Uhr ist der Zug im rund 30km entfernten Etappenziel Dannenberg angekommen. Dort erfolgt jetzt die Umladung auf LKW, der Transport geht dann auf der Straße weiter. Die Verladung wird ca. 15 Stunden dauern. Dann beginnen die letzten 20km des Transports, auf denen die Demonstranten noch die Chance auf eine Verzögerung des Konvois haben. Auch Grünenchefin Claudia Roth wird sich an Sitzblockaden auf der Straße beteiligen. Auch Bundesumweltminister Röttgen wird bei Kundgebungen erwartet.

Das gesamte Wochenende hindurch kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten un der Polizei. Während die Polizei von einer neuen Stufe der Gewalt spricht und sich über gewaltbereite Demonstranten und brennende Panzerfahrzeuge beschwert, kritiseren die Demonstranten das harte Vorgehen der Polizei. Der Einsatz von Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray sei „Alltag“ geworden. Auch das Wegreissen der Demonstranten von den Gleisen kam in die Kritik, das übliche, schmerzlosere Wegtragen werde von der Polizei immer seltener praktiziert.

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