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Donau durch Umweltkatastrophe gefährdet

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Die Umweltkatastrophe in Ungarn wird über kurz oder lang europaweite Folgen haben und auch die Donau betreffen. Bei einem Unfall in einem Chemiewerk waren große Mengen von ätzendem Rotschlamm in ausgetreten und in Flüsse geschwemmt worden, das Ausfließen konnte erst am Dienstagabend  gestoppt werden. Zwischenzeitlich kam der Verdacht auf, die Behälter seien über ihr zulässiges Volumen hinaus gefüllt gewesen, was jedoch als unwahr zurückgewiesen wurde. Egal unter welchen Umständen es zu dem Zwischenfall kam – die mittlerweile entstandenen Auswirkungen sind katastrophal für Mensch und Umwelt.

So wurden gesamte Ortschaften evakuiert, Menschen befinden sich immer noch auf der Flucht vor dem roten Schlamm. Bislang gibt es in Ungarn vier Todesfälle aufgrund des Chemieunfalls zu beklagen. Der mit giftigen Substanzen wie Kadmium und Arsen vermengte und offenbar auch leicht radioaktive Rotschlamm verbreitet sich nicht nur über Gewässer, in getrockneter Form werden die Substanzen auch durch Winde verbreitet und können eingeatmet werden.

Nach Einschätzung von Experten ist eine erste Kontamination der Donau lediglich eine Frage der Zeit, wichtige Biotope in Ungarn sind bereits vernichtet. Der WWF warnte vor der Umweltgefahr, zumal weitere, teils stillgelegte Reservoire ähnlicher Bauart in unmittelbarer Nähe zur Donau existierten.

Während die Schuldzuweisungen begonnen haben, versucht man in Ungarn mit Dekontaminierungseinheiten der Armee den Zugang zu den betroffenen Gegenden zu ermöglichen, neben Ortschaften liegen auch viele Straßen unter dem Giftschlamm.

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