Start Wirtschaft Drogerie-Discounter Schlecker zahlungsunfähig: Unternehmen pleite

Drogerie-Discounter Schlecker zahlungsunfähig: Unternehmen pleite

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Schlecker-Zentale in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)
Schlecker-Firmensitz in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)
Schlecker-Zentale in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)
Schlecker-Firmensitz in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)

Der Drogerie-Discounter Schlecker strebte für das Jahr 2011 ein intensives Modernisierungsprogramm an. Dem schwäbischen Drogerieunternehmen aus Ehingen bei Ulm, sollte ein frischeres und attraktiveres Image verliehen werden. Für diese Aufgabe hatte Unternehmensgründer Anton Schlecker seine beiden Kinder Lars und Maike vorgesehen. Anton Schlecker wollte mit seiner Frau Christa vorerst Alleininhaber der Firma bleiben, seinen Kindern aber die Neuausrichtung der Kette überlassen.

Die Präsenz des Unternehmens war bislang beachtlich: Schlecker-Filialen sind in 12 Ländern Europas, mit etwa 50.000 Mitarbeitern vertreten. Nach eigenen Angaben ist die Kette mit einem Marktanteil von 76 Prozent Marktführer in Deutschland.

So erwirtschaftete  Schlecker dann auch im Jahr 2009 einen Umsatz von 7,2 Milliarden Euro.  Im Jahr 2010 kam dann bereits ein erster Abstieg: Der Umsatz sank auf 6,55 Milliarden Euro. Firmen wie Rossmann und dm-Markt liefen Schlecker den Rang ab, da beide Konkurrenten ihre Umsätze steigern konnten

Heute nun die Hiobsbotschaft: Schlecker ist insolvent, obwohl das Unternehmen im vorigen Jahr den Rotstift ansetzte und 600 unrentable Filialen schloss. Bis Ende März sollten noch einmal 600 Läden geschlossen werden.

Vergeblich versuchte Schlecker einen Investor für das angeschlagene Unternehmen zu finden – alle Versuche schlugen fehl und auch die Ausweitungen am begonnenen Sparkurs den das Unternehmen in diesem Jahr fortsetzten wollte, reichten offensichtlich nicht aus.

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