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EHEC-Erreger fordert elftes Todesopfer

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Die Quelle des aggressiven Darmkeims enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) ist auch weiterhin nicht genau bekannt. Bisher sind elf Todesopfer zu beklagen. Sie starben an den Folgen des durch EHEC verursachten hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Zehn Verstorbene stammten aus Norddeutschland-die elfte Tote starb allerdings in einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen.

Mittlerweile werden auch aus anderen Ländern Verdachtsfälle gemeldet. So meldet Schweden bisher 25 nachgewiesene EHEC-Erkrankungen, Dänemark sieben, Großbritannien drei, Österreich zwei und die Niederlande eine Erkrankung. Soweit bekannt, waren alle Erkrankten Im Urlaub in Norddeutschland.

Die Aufnahmekapazität des UKE Hamburg ist erschöpft. Sie können keine neuen EHEC-Fälle mehr aufnehmen. Die Erkrankten werden in anderen Norddeutschen Kliniken untergebracht. Da die Reserven von Blutkonserven in den Krankenhäusern rapide abnehmen, rufen die Krankenhäuser vermehrt zu Blutspenden auf.

Deutschlandweit werden über 1200 bestätigte EHEC-Verdachtsfälle registriert. Normalerweise gibt es im gesamten Jahr 800 bis 1000 gemeldete Infektionen des Bakteriums.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) bekräftigt die allgemeinen Warnhinweise des Robert-Koch-Instiuts, momentan Zurückhaltung beim Konsum von Salat, Tomaten und Gurken zu üben.

Prophylaktisch gilt auch weiterhin auf Hygiene in der Küche zu achten und sich vermehrt  mit warmem Wasser und Seife die Hände zu waschen.

Sollten Symptome wie krampfartige Bauschschmerzen, wässriger Durchfall, Fieber, Erbrechen und Kreislaufprobleme auftreten, empfiehlt es sich, umgehend einen Arzt aufzusuchen.

 

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