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EILMELDUNG: Explosion im südfranzösischen AKW Marcoule

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Beunruhigende Meldung aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Marcoule in Südfrankreich. Auf dem Gelände des AKW soll sich eine Explosion ereignet haben. Behörden und Feuerwehr teilten mit, dass möglicherweise radioaktives  Material freigesetzt wurde. Das AKW Marcoule liegt in der Nähe von Avignon.

Noch unbestätigten Angaben zufolge soll mindestens ein Mensch ums Leben gekommen sein – vier Menschen wurden verletzt, bestätigte die französische Atomsicherheitsbehörde ASN. Einer der Verletzten schwebt in Lebensgefahr.

Die genaue Berichtlage ist noch unklar. Man vermutet, das ein Verbrennungsofen für schwach radioaktive Abfälle explodiert sein soll.

Unter Berufung der französischen Polizei teilte die Nachrichtenagentur Reuters mit, dass keine Kontaminierung stattgefunden habe.

Eine lokale Zeitung hatte zunächst berichtet, es seien bislang keine besonderen Maßnahmen zum Schutze der Bevölkerung in umliegenden Ortschaften eingeleitet, sondern lediglich die Tore der Anlage geschlossen worden. Dagegen wurde nun mittlerweile eine Sicherheitszone eingerichtet.

Die Reaktoren des Kraftwerks sind seit 1984 vom Netz, die Anlage dient seitdem der Aufbereitung von Brennelementen sowie Forschungszwecken. Auch der Konzern Areva, der einen Teil der Kühlsysteme für das japanische AKW Fukushima Daiichi bereitgestellt hat, ist dort tätig. Unter anderem wird dort das Uran-Plutoniumgemisch MOX aus abgebrannten Brennelementen gewonnen.

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