Start Aktuelles Einweihung der Fontane-Gedenkstätte in Berlin

Einweihung der Fontane-Gedenkstätte in Berlin

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Zur Erinnerung und Ehrung an den bedeutenden Schriftsteller Theodor Fontane wurde heute auf dem Kirchhof der Französischen Kirche in Berlin Mitte eine Gedenkstätte durch den Kulturstaatssekretär André Schmitz feierlich eingeweiht. Am 112. Todestag Fontanes konnte eine ehemalige Kapelle, welche sich unweit seines Grabes befindet, umgewidmet werden.

Schmitz bedankte sich bei allen, die diese Gedenkstätte möglich gemacht hatten. Beteiligt waren die Stiftung Stadtmuseum, die Französische Kirche zu Berlin, die Landschaftsarchitektin Azemina Bruch sowie der Chef der Berliner Gartendenkmalpflege, Dr. Klaus-Henning von Krosigk und die Theodor-Fontane Gesellschaft. Finanziert wurde die mehr als eine dreiviertel Million Euro teure Umwidmung aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Fontane war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch seine Balladen und Reiseberichte, vor allem aber durch die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg “ bekannt geworden, an denen er bis an sein Lebensende arbeitete. Er formulierte ein zeitgenössiches Gesellschaftsbild in zahlreichen Romanen, am bekanntesten wohl „Effi Briest“ und „Irrungen, Wirrungen“. Theodor Fontane gilt als einer der bedeutensten Vertreter des deutschen poetischen Realismus.

Das Grab auf dem inzwischen 230 Jahre altem französischen Friedhof wurde im 2. Weltkrieg zerstört und wieder errichtet. Nach dem Mauerbau konnte die Grabstätte nur mit Passierschein besucht werden,  da es Teil der Grenzanlagen war. Nun kann das Ehrengrab sowie die Gedenkstätte täglich ab 8.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit auf dem Friehof II der Französischen Kirche in der Liesensteaße besucht werden.