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Ermittlungen zur Umweltkatastrophe eingeleitet

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Nach dem Chemie-Unglück  in Ungarn hat die Suche nach dem Verantwortlichen begonnen. Wie nun zu hören ist, habe es zu Zeiten dem kommunistischen Regime bereits ähblichere kleine Zwischenfälle bei der Vorgängerfirma gegeben, diese seien jedoch totgeschwiegen worden. Somit ist das Problem nicht unbekannt.

Von offiziellen Stellen und Behörden wird als Hauptschuldiger die Betreiberfirma Magyar Alumínium Zrt. (MÁL AG) genannt. Diese verscherzt mit ihrer Vorgehensweise zusätzlich Sympathien. So wurde offenbar erst auf ministerielle Aufforderung die Produktion gestoppt, Bitten um Stellungnahmen wurden zunächst gänzlich ignoriert.

Vermutlich zur Deeskalation der allgemeinen Stimmung veröffentlichte das Unternehmen auf seiner Webseite eine dreisprachige Traueranzeige. Der dortige Wortlaut spricht von einer „Naturkatastrophe“, eine Formulierung die nicht nur nach Euphemismus klingt, sondern die vom Umweltministerium in Budapest auch als sachlich falsch bezeichnet wird.

Außerdem bestünde nach Angaben des Ministeriums der Verdacht, neben Nichteinhaltung der Mengenbegrenzung bei der Befüllung habe es darüber hinaus möglicherweise auch Missachtungen der Konstruktionsvorschriften gegeben.

Die Firma MAL leugnet bislang entsprechende Berichte und weist diese als Behauptungen zurück. Allerdings hat das Unternehmen offenbar auch allen Grund, sich möglichst schuldlos zu präsentieren, es könnte nämlich Probleme bei der Entschädigung bekommen.

So gibt es Mutmaßungen über mangelnden Versicherungsschutz, darauf ließen beispielsweise die geringe Höhe der Entschädigungszahlungen von gerade einmal 400,- pro Haus schließen. Bislang unbestätigt sind Behauptungen, denen zufolge der Gesamtversicherungsschutz gerade einmal einen Schaden von maximal 35.000 Euro abdeckt.

Allein die Aufräumkosten würden aber Schätzungen zufolge bereits umgerechnet ca. 35 Millionen Euro betragen, jedoch erklärte die MÁL auch in diesem Fall die Angaben seien unrealistisch und übertrieben.

Unterdessen ist eine Kontamination der Donau keine Frage mehr. Während der pH-Werte des Flusses bereits in Abständen geprüft wird, werden die ersten großen Einspeisungen spätestens zum Beginn kommender Woche erwartet.

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