Start Wirtschaft Erneut weniger als drei Millionen Arbeitslose

Erneut weniger als drei Millionen Arbeitslose

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Die Juni-Statistik der Bundesagentur für Arbeit belegt es ganz deutlich: Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich weiterhin im Aufschwung. Die Zahl der Arbeitslosen blieb erneut unter der drei Millionenmarke. Um genau zu sein gab es im Juni 2,893 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Damit übertrifft der deutsche Arbeitsmarkt die Erwartungen der Branchenexperten.

Im Vergleich zu der Arbeitslosenzahl im Vorjahr sind das aktuell rund 255.000 Menschen ohne Job weniger. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Schon im Mai war die Zahl der in Deutschland arbeitslos gemeldeten Personen das erste Mal seit sieben Jahren unter die Marke von drei Millionen gefallen.

Die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft hat demnach weiterhin einen guten Einfluss auf den hiesigen Arbeitsmarkt. Seitdem die Konjunktur wieder anzieht, stellen die Unternehmen erneut Mitarbeiter ein.

Auch das Statistische Bundesamt teilte am heutigen Donnerstag erfreuliche Zahlen mit: 40,8 Millionen Menschen gehen in Deutschland derzeit einer Erwerbstätigkeit nach. Das sind fast eine halbe Million oder 1,2 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr.

Des weiteren gab die Bundesagentur für Arbeit bekannt, dass sich zwar noch kein flächendeckender Fachkräftemangel identifizieren lasse. Jedoch könne man den Mangel klar auf bestimmte Branchen beschränken.

So sei vor allem im Bereich der Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure ein enorm großer Bedarf an Arbeitskräften. Genauso suchen die Betriebe derzeit Elektroingenieure, das vor allem in Süddeutschland, Hamburg und Niedersachsen. Überraschend, aber fast die ganze Nation betreffend ist der Mangel an Ärzten.

Die Antwort von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler darauf ist der Plan, vermehrt ausländische Fachkräfte nach Deutschland und in die deutschen Unternehmen zu holen. Des weiteren gelte es, die Attraktivität für potentielle Arbeitnehmer mit Familien und auch für die über 55-Jährigen zu erhöhen.

Als Folge des drohenden Fachkräftemangels bilden immer mehr Firmen selber aus. Sie fahren nach der Devise, sich das eigene Personal mit Führungsqualitäten von morgen aufzubauen. Somit ist die Entwicklung des Lehrstellenmarkts in Deutschland weiterhin positiv. Bis zum Juni 2011 wurden den Arbeitsagenturen insgesamt 444.100 Ausbildungsplätze gemeldet. Das waren 39.900 mehr Lehrstellen als 2010.

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