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Erneutes Einreiseverbot für Tibet

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Ein Mitarbeiter der Reiseagentur „China Travel Service“ teilte mit, dass ausländischen Touristen die Einreise nach Tibet verweigert wird. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass die VR China Touristen nicht mehr ins von ihnen besetzte Land lässt. Die Anordnung soll zunächst bis Ende Juli gelten.

Von einer anderen Reiseagentur wurde bestätigt, dass China im Juni und Juli keine Besucher in Tibet erlaubt. Zitiert wurde der Betreiber einer Internetseite von der chinesischen Staatszeitung „Global Times“, dass es sogar bis Mitte August keine Besuchsgenehmigungen geben wird.

Ohnehin wird für einen Besuch in China eine Visum verlangt. Für die Einreise nach Tibet bedarf es zusätzlich einer speziellen Genehmigung. Tibet als Individual-Tourist zu bereisen ist unmöglich. Nur organisierte Gruppen unter Aufsicht eines chinesischen Reiseleiters werden gestattet. Der Kontakt mit den Tibetern ist nicht erwünscht.

Die kommunistische Führung schränkt den Besuch in Tibet regelmäßig ein. Mehr als ein Jahr nach den Protesten gegen die Regierung in Peking wurde Tibet für ausländische Besucher gesperrt. Der Protest wurde im März 2008 blutig niedergeschlagen und Tibet abgeriegelt.

Seit 1951 wird das ehemals freie Land Tibet von chinesischen Soldaten besetzt und zwangsweise in die Volksrepublik China eingegliedert.

Durch die Umsiedlung von Chinesen in das Gebiet, die oftmals selbst gar nicht dorthin wollen und nur die offizielle Linie der Partei – Tibet gehöre zu China – kennen, wird dort kultureller Völkermord begangen. Die angebliche Freiheit zur Religionsausübung in den Klöstern unterliegt nicht nur staatlicher Kontrolle, sondern wird von Reisenden oft als Schauspiel für die westlichen Touristen bezeichnet.

Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter floh 1959 über den Himalaya nach Dharamsala (Indien), wo eine tibetische Exilregierung versucht, die Interessen der Tibeter zu vertreten. Bis heute fliehen Tibeter unter dramatischen Umständen aus dem Land.

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