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Erster deutscher Männerbericht vorgestellt

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Männer gehen nicht oder viel zu spät zum Arzt, wenn sie krank sind. Sie sprechen ungern über ihre Gefühle, fressen lieber alles in sich rein. Nach Statistik sterben Männer früher, als Frauen. Nach dem ersten deutschen Männerbericht, sieht so die Realität aus. Gestern wurde er von der Stiftung Männergesundheit in Berlin vorgestellt.

Männer zwischen 40 und 50 Jahren erleiden fünf Mal so häufig einen Herzinfarkt wie Frauen, die Lebenserwartung eines Mannes liegt ungefähr fünfeinhalb Jahre unter der von Frauen. Psychische Erkrankungen bleiben häufig unerkannt und werden deshalb auch nicht behandelt. Männer sind also längst nicht so gesund wie sie immer tun.

Nach Aussagen der Stiftung sind Männer nicht ausschließlich selbst daran schuld. Das Angebot an Therapie- und Vorsorgeangeboten sei nicht ausreichend auf Männer ausgerichtet, seien nicht ansprechend genug. Das Ergebnis davon, sie suchen sich keine Hilfe.

In Zukunft sollen bessere Bedingungen geschaffen werden, damit auch Männer gesünder leben können. Das schließt auch bessere Arbeitsverträge ein. Männer setzten sich häufig am Arbeitsplatz unter Druck. Der seelische Druck ist dabei nicht zu unterschätzen. Aus Angst vor Stigmatisierung nehmen Männer selten Hilfe in Anspruch, so die Münchener Sozialwissenschaftlerin Anne Maria Möller-Leimkühler. Die Folge davon, die Selbstmordrate ist um einiges höher, als die der Frauen.  Der Männergesundheitsbericht macht also deutlich: Männer sind vielleicht nicht das schwächere Geschlecht, aber definitiv das vernachlässigte

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