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Erste Strafgefangene tragen Fußfesseln

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Am Freitag wurde in Baden-Württemberg den ersten sechs Strafgefangenen bundesweit die elektronischen Fußfesseln angelegt.

Metergenau kann man die Häftlinge orten und damit wird auch sichergestellt, das die  Häftlinge sich bestimmten Orten nicht nähren und die Sicherheit der Bevölkerung  gegeben ist. Die Strafgefangenen können ein fast ganz normales Leben führen, weil dieses Band nicht sichtbar ist und unter dem Hosenbein verschwindet. Das Modellprojekt  ist auf ein Jahr angelegt.

Gefängnisse wie Ulm, Stuttgart, Heimsheim, Rottenburg und Heilbronn sind an diesem Projekt ( Versuch ) Beteiligt.  Insgesamt 25 Freigänger und 25 Häftlinge bekommen über das Jahr eine Fußfessel und werden so auf die Freiheit vorbereitet.

Voraussetzung für den elektronischen Hausarrest ist die Freiwilligkeit wie auch, dass der Gefangene eine Wohnung und eine Beschäftigung hat. Auch die Mitbewohner des Häftlings die mit ihm in der Wohnung leben,  müssen ihr Einverständnis geben. Die Fußfessel soll eine bessere Resozialisierungschance  für die Betroffenen und weniger Kosten für das Land geben.

Bei 150.000 Euro sollen die Gesamtkosten des Modellprojekts liegen nach Angaben des Justizministeriums . Ein 47-jähriger Familienvater aus dem Raum Stuttgart ist einer der ersten Träger und so kann dieser Mann weiter als Verkaufsberater bei einer Fertighausfirma arbeiten und sich abends um seine drei Kinder kümmern. Bereits seit zehn Jahren wird in Hessen die Fußfessel für auf Bewährung Verurteilte verwendet. Für Strafgefangene, wie in diesem Versuch, ist es erstmalig. Rund 200.000 Verurteilte und Beschuldigte in den USA werden mit verschiedenen Techniken überwacht.